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Der lange Tisch aus schwerem Eichenholz war reichlich bedeckt mit Tellern, Geschirr und nicht zuletzt vielen, köstlichen Speisen. Diverse Früchte, Nüsse und exotisches Obst ließen kaum noch Platz für viel mehr. Ewan schaute sich langsam um. Dafür, dass er nur vor wenigen Stunden als einziger knapp einen Flugzeugabsturz mitten über dem indischen Dschungel überlebt hatte, hatte er erstaunlich viel Glück gehabt. Man hatte ihn gefunden, in den großen Palast gebracht und ihm erklärt, dass er die Gastfreundschaft des hiesigen Maharadschas genießen durfte.
Bisher hatte Ewan diesen jedoch noch nicht zu Gesicht bekommen. Neben ihm saßen am Tisch recht viele Leute, einige in feinen Kleidungen und unterhielten sich. Diener und Dienerinnen, einige davon zu Ewans Freude recht knapp bekleidet, eilten in gekonnter Ruhe umher und füllten Becher nach oder erfüllten andere Wünsche. Aber keiner der Anwesenden sah so aus, dass Ewan ihn für den Maharadscha halten würde. Dabei war sich Ewan nicht einmal sicher, ob das Bild, welches er von einem indischen Herrscher im Kopf hatte, überhaupt stimmte. Er stellte sich einen älteren Mann mit weißem Bart und leicht ergrauten Haaren vor, in prächtiger Kleidung und mit einem fast schon hochnäsigen Gesichtsausdruck. »Erheben Sie sich für den ehrenwerten Maharadscha des Fürstenstaates Radwaha«, sagte einer aus der Dienerschaft. Endlich würde Ewan ihn also zu Gesicht bekommen. Auch er erhob sich ohne zu zögern. Er wollte nicht riskieren, den Zorn eines Herrschers auf sich zu ziehen, indem er ihm nicht den nötigen Respekt erwies. Und schon gar nicht, wo er diesem Mann sein Leben verdankte. Als sich die Türen öffneten und der Herrscher mit langsamen Schritten in den Saal schritt, stellte sich jedoch heraus, dass er ganz und gar nicht Ewans Vorstellungen entsprach. Der Maharadscha war kein alter Mann, sondern noch ein Jugendlicher. Etwa im Alter von Ewan. Aber sein Gesichtsausdruck entsprach dem, was Ewan im Kopf gehabt hatte. Dieser ließ keinen Zweifel daran, dass all das kein Scherz war. Der junge Mann war wirklich der Maharadscha. So jung er auch war. Der Herrscher ließ sich langsam auf seinem Sitzkissen nieder, woraufhin auch die anderen, einschließlich Ewan sich setzten. Anscheinend durfte nun mit dem Essen begonnen werden. Ewan hielt sich an die anderen und griff nach einem Teller. Er verhungerte ja schon fast. Er bemerkte dabei nicht einmal, wie lange und genau ihn der junge Herrscher betrachtete. Das Essen selbst war ganz wunderbar schmackhaft und sättigend. Es war so viel da, dass Ewan gar keine Mühe hatte satt zu werden. Selbst nachdem der Herrscher ging und alle noch einmal aufstehen mussten stoppte er nicht. Er verleibte sich gerade seinen Nachtisch, eine Mango ein, als eine der Dienerinnen an ihn herantrat und sich zu ihm beugte. »Sahib, ihre Erhabenheit der Maharadscha wünscht mit ihnen zu sprechen.« Ewan hatte vor Schreck Mühe ein Stück Mango hinunter zu schlucken. Er hustete kurz. »Sofort«, sagte er schnell. Er wurde kurz darauf von der gleichen Dienerin in den Raum des Maharadscha geführt. Sie ließ ihn dort stehen, ging und schloss die große Doppeltür hinter sich. Kaum dass diese ins Schloss fielen, trat der Maharadscha aus einem angrenzen Raum ein. Er trug noch immer das gleiche, edle Gewand wie zuvor. »Ah«, sagte er. »Wie schön Euch zu sehen. Setzt Euch doch.« Er wies auf das Sofa, wartete, bis sich der Junge gesetzt hatte und ließ sich selbst dann gegenüber nieder. »Ihr müsst Ewan sein, nicht wahr?« »J-Ja, Majestät«, antwortete der Junge schnell. »Ich...bedanke mich für die Gastfreundschaft. Ich fürchte, ohne Hilfe wäre ich...« »Es freut mich, dass ich helfen konnte«, sagte der Herrscher mit einem Lächeln. »Es tut mir sehr Leid, dass Ihr hier abgestürzt seid. Waren Freunde oder Verwandte an Bord?« »Nein. Ich kannte dort niemanden.« »Nun«, sagte der Herrscher langsam, »das macht es zumindest für Euch etwas weniger schlimm. Ich werde alsbald möglich die Behörden über den Absturz benachrichtigen.« Ewan nickte langsam, wusste nicht ganz, worüber er mit einer derartig wichtigen Persönlichkeit sprechen sollte. Der Maharadscha kam ihm jedoch schon zuvor. »Lasst uns doch woanders hingehen, wo wir uns besser unterhalten können«, meinte dieser. »Ich würde vorschlagen, dass wir uns ein Bad genehmigen und dabei weiter unterhalten. Ich wäre erfreut, Euch als meinen Gast dort begrüßen zu dürfen.« »Ein Bad?«, fragte Ewan erstaunt, bereute die harsche Frage aber sofort. »Oh, ich verstehe Euer Zögern. Habt keine Sorge Es ist etwas völlig normales hier. Und Ihr werdet es mit Sicherheit nicht bereuen. Kommt doch mit.« Ewan, der noch immer Angst hatte, etwas falsches zu sagen oder zu tun, nickte langsam und setzte dann ein Lächeln auf. Vielleicht war ein Bad wirklich nicht übel. Doch trotzdem war er noch immer etwas verunsichert, als er dem Herrscher folgte. Als sie in einem anderen Teil des weitläufigen Palastes ankamen, war ein großes Becken bereits mit schäumendem Wasser gefüllt. Mehrere Dienerinnen, erneut mit einigen Quadratzentimetern an hauchdünnem Stoff bekleidet, standen an den Wänden. Der Herrscher ging voran, warf einen kurzen, zufrieden Blick auf das angerichtete Bad und gab dann den Dienern ein kurzes Handzeichen. Sie kamen heran geeilt und begannen ihn vorsichtig zu entkleiden. Zwei von ihnen kamen auch zu Ewan und nahmen ihm vorsichtig seine Kleidung vom Körper. Er wurde dabei etwas rot, kam das doch etwas unerwartet. Schneller als er gucken konnte, stand er nackt dar. Der Maharadscha setzte sich an die Kante des Bades und ließ sich dann ins Wasser nieder. Etwas weniger geschickt machte Ewan das nach und bemerkte nicht, dass der Junge ihn erneut dabei beobachtete. Das Wasser war aber wirklich angenehm warm. Ewan atmete langsam auf und streckte seine Füße aus. Das Bassin war genau so tief, dass man angenehm sitzen konnte und einem das Wasser etwa bis zur Brust reichte. Die Verzierungen an den Wänden und am Becken selbst ließen keinen Zweifel am Reichtum des Fürstentums. Einen Moment lang fragte sich Ewan, auf wessen Kosten das ging, ließ aber den Gedanken sofort wieder fallen. Er wollte seinen Gastgeber nicht durch derartige Fragen beleidigen. »Nun?«, fragte seine Majestät ihn mit einem Lächeln. »Was meint Ihr?« »Ihr hattet natürlich Recht«, sagte Ewan. »Es ist sehr angenehm.« Der Maharadscha lachte fröhlich. Ewan wurde klar, dass er gerade ein sehr große Ehre genoss. Alleine sich mit dem Herrscher unterhalten zu dürfen. Ob er zu allen seinen Gästen so freundlich war? »Verratet mir«, meinte der Herrscher nach einiger Zeit, »wo wohnt Eure Familie? Eure Eltern?« »Ich...habe keine Eltern«, sagte Ewan langsam. »Ich bin Waise. Vollwaise, um genau zu sein.« »Ich verstehe«, sagte er sanft. Aus irgendeinem Grund schien ihm das aber zu gefallen. Er murmelte einen Moment etwas und erntete dafür einen fragenden Blick seitens Ewan. Doch der Maharadscha ging nicht weiter darauf ein. »Ich nehme an«, sagte er stattdessen, »Ihr seid verwundert, warum ich so jung bin, nicht wahr? Dass ich schon in meinen jungen Jahren ein Fürstentum regiere.« »Ja. Das heißt nein. Also-« »Schon in Ordnung«, lachte der adelige Junge. »Ich verstehe das. Es ist aber längst nicht so ungewöhnlich. Ich habe meinen Titel und das Fürstentum von meinem Vater geerbt. Er ist vor einigen Monaten gestorben. Früher, als alle erwartet hatten. Seit dem führe ich die anliegenden Tagesgeschäfte, verwalte den Fürstenstaat. Seid aber versichert ich weiß, was ich tue.« »Daran...daran habe ich nicht gezweifelt«, meinte Ewan schnell. »Sehr schön«, lächelte der Herrscher. »Mein Vater hat mir schon früh meine Aufgaben beigebracht, hat mich lehren lassen, was wichtig ist. Vielleicht ahnte er ja, dass ich die Geschäfte viel früher übernehmen würde.« Er seufzte. »Ich...ähm...mein Beileid«, sagte sein Gegenüber vorsichtig. »Ich danke Euch. Aber nun wollen wir nicht länger trauern, nicht wahr?« Er nickte den Mädchen zu, die noch immer regungslos im Raum verharrten, woraufhin sich diese in Bewegung setzen und an den Rad des Bassins knieten. Sie begannen sowohl den Maharadscha als auch seinen Gast vorsichtig zu massieren und zu waschen. Für Ewan war es ungewohnt, aber er genoss die sanfte Behandlung. Es war wirklich eine wunderbare Abwechslung. Er ließ sich einfach mal etwas verwöhnen. Er brauchte sich nicht einmal zu regen. Die Mädchen erledigten alles. »Sagt«, meinte der Maharadscha nach einiger Zeit, »Würdet Ihr mir die Ehre erweisen, heute Abend erneut mein Gast zu sein und mein Abendessen mit mir zusammen einnehmen?« »Sehr gerne«, sagte Ewan überrascht. »Wundervoll. Normalerweise nehme ich dies alleine zu mir. Es sollte Euch also eine Ehre sein.« Schnell nickte Ewan. Er verstand. »Nun gut«, meinte er dann lachend. »Das Wasser wird allmählich kühl. Und ich muss mich noch um dringende Geschäfte kümmern. Ich hoffe es stört Euch nicht, wenn wir die Zusammenkunft nun auflösen.« »Es war mir eine Freude und eine Ehre.« Ewan nickte ihm noch ein Lächeln zu, ehe er vorsichtig aus dem Wasser stieg. Eine der Dienerinnen lief heran und begann ihn wie auf Befehl abzutrocknen. Der Maharadscha spreizte die Finger und legte die Fingerspitzen aneinander. Mit einem genüsslichen Lächeln beschaute er gierig den Jungen. Erneut ohne dass dieser es auch nur annähernd registrierte. Später an diesem Tag führten einige der jungen Frauen ihn durch den Palast. Ewan trug inzwischen ein etwas edleres Gewand, welches seine alte, noch vom Absturz abgewetzte Kleidung ersetzte. Im Zimmer des Maharadschas angekommen, wartete dieser bereits auf dem Sofa. Ein Tisch mit diversen Nahrungsmitteln stand vor ihm. Die Dienerinnen ließen die beiden alleine und schlossen wieder die Türe. Ewan begrüßte den Maharadscha auf traditionell indische Art. »Schön, dass Ihr meiner Einladung gefolgt seid«, lächelte der Herrscher. »Setzt Euch doch. Ich hoffe es stört Euch nicht, dass mein Abendessen aus so viel Obst und Frucht besteht. Ich esse abends lieber leichte Kost.« »Keineswegs«, sagte der Engländer und setzte sich. »Eine Angewohnheit, die ich nur zu gerne teilen möchte.« Sie beide aßen nun in Ruhe, wobei der Herrscher ihn noch ein wenig über sein Leben in England ausfragte. Das war längst nicht so viel, da er größtenteils seine Zeit in einem Waisenhaus verbrachte. Das einzig interessante war eben die Geschichte, warum er diesen Flug gemacht hatte. Und auch wenn es vielleicht nicht das größte und wichtigste Gesprächsthema war, hörte der Maharadscha geduldig und neugierig zu. Er schien sich wirklich für ihn zu interessieren. Nach etwas Obst und einigen Getränken mehr, räusperte sich der Maharadscha dann. »Ewan«, begann er. »Ich möchte Euch gerne einen Vorschlag machen.« »Einen Vorschlag?«, fragte er neugierig. »Was für einen?« »Das werde ich Euch gerne verraten. Aber Ihr müsst mir vorher einen Gefallen tun. Bitte zieht Euch aus.« »Mich...ausziehen?« »Ja.« Nun zögerte Ewan deutlich. Was sollte er nun tun? »Bitte«, fügte der Herrscher deutlich an. Eigentlich war das Ewan ganz und gar nicht Recht. Auch wenn dieser Mann ihm das Leben gerettet hatte. Aber was war, wenn er dem Wunsch nicht nachkam? Würde man ihn dafür vielleicht töten? Oder würde der Herrscher es einfach nur lächelnd abtun? Sein Herz hämmerte gegen seine Brust. Er wollte es nicht, war aber doch irgendwie neugierig. Innerlich stöhnte er auf, stand aber dann ganz langsam auf und befreite sich von dem Gewand. Es rutschte langsam seinen Körper hinab und entblößte selbigen. Der Maharadscha legte die Fingerspitzen aneinander. Eine Geste, die bei seinem jungen Körper etwas lächerlich wirkte. »Bitte dreht Euch langsam um.« Ewan tat wie geheißen, drehte sich um die eigene Achse. Er hörte, wie der Junge langsam ausatmete. »Ihr dürft Euch wieder anziehen.« Das tat er auch sofort, ehe er sich wieder setzte. Nun beugte sich der Herrscher etwas nach vorne. »Lasst mich erklären, worum es geht. Ich benötige einen ganz speziellen Sklaven. Und glaube, dass Ihr der richtige dafür seid.« »Ich? Bitte was?« Der Maharadscha lächelte bloß. »Ihr habt mich verstanden.« »T-tut mir Leid, aber...nein!«, sagte er keuchend. »Ich will Euch etwas erklären. Ihr seid doch Waise, nicht wahr? Hier in diesem Fürstenstaat seid Ihr damit freies Gut. Genauer gesagt seid Ihr nun mein Gut. Mein Besitz.« »Was?« Ewan konnte nicht glauben, was er da hörte. Er schüttelte ungläubig den Kopf. »Ihr habt gar keine andere Wahl, wenn man es genau nimmt. Draußen vor der Tür befinden sich Wachen, die ich bloß zu rufen brauche. Und der Dschungel ist nachts recht gefährlich.« Der Junge schluckte schwer, stöhnte dann leise. Er hatte sich wohl geirrt, dass er Glück gehabt hatte. Er war sozusagen vom Regen in die Traufe gelangt. »Im Speziellen«, fuhr der Maharadscha unbeirrt fort, »benötige ich Euch als Analsklave. Euer Hintern ist wirklich perfekt dafür geeignet. Ein wundervoller Anblick.« Wieder stöhnte Ewan nur, legte das Gesicht in die Hände. Das konnte doch alles nur ein Scherz sein. Sollte er wirklich als Sexsklave für einen Jungen enden, der kaum älter war als er selbst? »Das bedeutet, dass Ihr alsbald möglichst kastriert und entmannt werdet. So werdet Ihr Euch besser auf Eure Aufgaben konzentrieren können.« »Nein!«, keuchte Ewan. Das durfte nicht wahr sein. Sein Geschlecht würde einfach abgehackt werden? Niemals Kinder? Niemals eine Familie? Niemals wieder ein normales Leben? Der Maharadscha räusperte sich und wollte vermutlich gerade die Wachen rufen, als ihm der Junge zuvor kam. »Wartet!«, sagte er schnell. »Ich...ich könnte Euch viel besser mit meinem Geschlecht dienlich sein. Ich könnte-« »Diesbezüglich habe ich bereits einen Sklaven«, unterbrach der Herrscher ihn barsch. »Und...und wenn ich der bessere Sklave wäre? Vielleicht ist meiner einfach länger. Und besser.« Der Maharadscha schien nachzudenken, schaute ihn ruhig an. Dann schüttelte er langsam den Kopf. »Ich bezweifle, dass Ihr mit ihm werdet mithalten können.« »Gebt mir die Chance«, flüsterte Ewan verzweifelt, um seine Männlichkeit zu retten. »Bitte. Wenn ich....wenn ich erregt bin, ist er viel größer.« Der Herrscher seufzte. »Nun gut. Wir werden einen Vergleich veranstalten. Morgen früh.« Ewan ließ sich nach hinten auf das Sofa fallen und stieß einen leisen Seufzer aus. »Danke.« »Ich werde Euch auf Euer Zimmer bringen lassen. Ihr solltet übrigens gar nicht erst an einen Fluchtversuch denken. Selbst wenn Ihr an den Palastwachen lebend vorbeikommen und über die Mauern gelangen könntet, wärt Ihr noch Meilen von dem nächsten Dorf entfernt. Ohne Transportmittel wäre das Selbstmord. Der Dschungel ist gefährlich.« Ewan schluckte schwer, nickte langsam. Er konnte nur darauf hoffen, morgen früh zu gewinnen. So würde er zumindest sein Geschlecht retten können.
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