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[Wie dem einen oder anderen klar sein dürfte, bekommen in diesem Kapitel einige Sklaven ein Brandzeichen. Normalerweise braucht es einige Wochen, bis ein "Branding" verheilt ist. Wie es sich dann mit einem solchen durch ein Brandeisen verhält, weiß ich tatsächlich nicht. Um die Story nicht zu lange zu verzögern und damit die Sklaven auch etwas von dem neuen Brandmal haben, werde ich annehmen, dass die Wunden quasi in Nullzeit verheilen und somit keine Gefahr einer Infektion o.ä. Besteht. Ich hoffe, das ist zu verzeihen.]
Mit einem genüsslichen Lächeln verschränkte Jonathan die Arme vor der Brust und blieb mit seinen Sklaven an Ort und Stelle. Cornelius nahm an, dass es ihm regelrechte Freude bereitete, zuzusehen, wie jemand kastriert wurde. Oder vielleicht mochte Jonathan es auch einfach nur, wenn er andere leiden sah. Immerhin war er ja ein Vampir. Und diese schienen alle ein Stück weit sadistisch zu sein, mutmaßte Cornelius. Der Sklavenverkäufer gab einem seiner Kollegen ein Zeichen, der daraufhin mit dem widerspenstigen Jungen angetrabt kam. Der Junge schrie und zappelte, versuchte sich wild zu wehren, aber das half nicht viel, denn der Vampir hatte ihn schlicht und ergreifend unter seinen Arm geklemmt. Die Tritte und Schläge schienen ihn nicht annähernd zu stören. "Dann mal los, was?", flötete der Sklavenhändler fröhlich und nickte mit dem Kopf zu einer Vorrichtung aus Metall. Im Grunde bestand die Vorrichtung hauptsächlich aus einem stabilen Metallrahmen, an dem an der oberen Kante zwei, sowie an den seitlichen Streben jeweils eine Fesselvorrichtung auf einer Schiene angebracht war. Der Sklavenhändler ging zu selbiger, warf dann noch einmal einen abschätzenden Blick auf den wütenden Jungen, der sich noch immer nicht beruhigen zu schien, ehe er die Eisenfesseln auf der Schiene neu einstellte und dann justierte. Einmal schätzte er noch die Größe des zukünftigen Eunuchen ab, dann schien er zufrieden und nickte seinem Kameraden zu. Verwirrt schätzte Cornelius die Größe ab und kam zu dem Schluss, dass die Fußfesseln viel zu weit oben angebracht waren. Aber als der Vampir den Sklaven mühelos an den Metallrahmen drückte und die Fesseln schloss, dämmerte es ihm. Durch die weiter oben angebrachten Fußfesseln wurden die Beine des Sklaven nach oben und so in eine Art Hockposition gedrückt. So würden wohl seine Hoden einfacher zu bearbeiten sein, überlegte Cornelius weiter. Inzwischen fast schon fasziniert schaute er zu, wie sich der kleine Junge verzweifelt wehrte. Die Bügel der Eisenfesseln waren nicht einmal mit einem abzuschließenden Schloss gesichert, sondern lediglich mit einem Drehriegel, an den der Sklave jedoch nicht herankam. Inzwischen glänzten schon Schweißperlen auf seinem Körper, so verzweifelt zappelte er herum. Den Sklavenhändler schien das nicht zu stören, denn der machte wohl lieber seine Arbeit. Er summte leise, während er dem Sklaven routinemäßig den Lendenschurz mit einem Ruck vom Leibe riss, woraufhin der kleine Junge fast schon in Tränen ausbrach. Verzweifelt wandte er sich, fluchte wild. Mit routinierten Griffen legte der Vampir einen kleinen Hebel um, woraufhin er den Metallrahmen nach vorne klappen konnte. Der Sklave stöhnte auf, als der Rahmen in der untersten Position einrastete, sodass selbiger jetzt waagerecht stand. Der Junge, der das ganze hilflos miterleben musste, konnte jetzt nur noch auf den Boden gucken. Was als nächstes geschah, konnte er nur noch hören und spüren. Jetzt erst sah Cornelius das Gerät, das an der Hinterseite des Rahmens angebracht war. Ebenfalls auf einer beweglichen Schiene befand sich ein weiterer Metallstreben, der somit nach oben und unten geschoben werden konnte, auf dem in der Mitte ein rundes Gerät mit Kurbel befestigt war. Mehr und mehr von Neugierde übermannt, schaute der junge Sklave weiterhin interessiert zu, unabhängig davon, dass gerade der kleine Junge die wohl schrecklichste Zeit seines Lebens durchmachen musste. Mit schnellen Bewegungen richtete der Sklavenhändler die Metallstrebe neu aus, sodass das Gerät knapp unter dem Po des Jungen war, der noch immer zappelte. Dadurch, dass der Junge in dem Gerät "hockte", konnte man die Hoden problemlos zwischen seinen Beinen hindurch nach hinten ziehen und in das Gerät einführen. Plötzlich hörte der Junge auf zu zappeln, als er die Veränderung bemerkte. Jonathan, dem das Interesse von Cornelius nicht entgangen war, ging mit seinen Sklaven ein Stück näher heran, sodass Cornelius sehen konnte, wie der Sklaventreiber die Hoden des Jungen in der Maschine einspannte. Der Teil des Gerätes, welches die Hoden aufnahm, sah fast wie das Bohrfutter einer Bohrmaschine aus. Es wurde zugedreht, bis die beiden Hoden von alleine nicht mehr herauskommen konnten. "Das ist etwas schmerzhafter als eine einfache Kastration mit einem Skalpell, aber viel lustiger. Seine Meisterin will, dass er die Sache in Erinnerung behält", erklärte der Sklavenhändler Jonathan. "Schade, dass sie nicht persönlich dabei ist." Der Vampir kicherte leise, ehe er dann an der Kurbel drehte. Cornelius konnte sehen, wie die Hoden sich unweigerlich mitdrehten. Er schluckte leise, als ihm bewusst wurde, wie schmerzhaft so etwas war. Die erste Umdrehung geschah nicht viel, der kleine Junge hörte nur auf zu zappeln und wimmerte leise. Es half aber alles nichts, denn bei der zweiten Umdrehung schrie er auf. Er fing an zu brüllen, als die Kurbel ganz langsam noch weiter gedreht wurde. Mit einer schnelleren Bewegung konnte es ja sein, dass die Hoden sofort abrissen. Der andere Vampir, der den Jungen vorhin hergetragen hatte, stand inzwischen wieder daneben, in der Hand ein kleines Erste-Hilfe-Päckchen. Aber auch er grinste breit. Das Geschrei wurde intensiver, verstummte dann aber, als der Sklavenhändler die Kurbel langsam in die andere Richtung und somit zur Nullstellung hin drehte. Das befreiende Gefühl hielt aber nicht lange an, denn kurz darauf wurde in eben dieser Richtung weitergedreht. Wieder jappste und schrie der kleine Sklave, als seine Hoden verdreht wurden. Dieses Mal wurde die Drehung noch weiter ausgereizt, bis der Junge kreischte. Dann wurde die Kurbel wieder zurückgedreht. Cornelius nahm zunächst an, dass das nun noch etwas länger weitergehen würde, bis das Gewebe von alleine reißen würde, doch jetzt nahm der Sklavenhändler ein kleines Messer von seinem Gürtel, mit dem er elegant und schnell zwei kleine Schnitte am Hodenansatz machte. Er steckte das Messer weg und drehte erneut. Der Junge, inzwischen mit Schweißperlen übersät, krächzte nur noch heiser und bat immer wieder um Gnade, ehe das Gewimmere in ein dumpfes Schreien überging. Die Kurbel wurde dieses Mal weiter gedreht als zuvor, wobei das Gewebe aufgrund der leichten Frakturen nicht mehr hinterher kam. Das Geschrei wurde noch lauter, bis es plötzlich ein seltsam anmutendes Geräusch gab und die Hoden einfach abgerissen worden waren. Einen kurzen Moment lang hielt der Junge inne, dann schrie er laut auf. Ehe eine größere Menge Blut entweichen konnte, trat der andere Vampir in Aktion und drückte eine Kompresse auf die Wunde. Das alles war trotzdem zu viel für den Jungen und er verlor zu seinem Glück das Bewusstsein. "Du verarztest die Wunde weiter?", fragte der Sklavenhändler seinen Kameraden, der daraufhin nickte. "Gut. Entferne noch das Rest vom Gewebe und sorge dafür, dass sich die Wunde nicht entzündet." Damit wandte er sich von dem Eunuchen ab und drehte sich zu Jonathan um. "Nun gut. Jetzt zu deinen Sklaven. Wie soll das Zeichen aussehen? Dein Name?" Wortlos holte Jonathan einen kleinen Zettel aus der Tasche, auf den er mit einem Kugelschreiber etwas aufzeichnete. Diesen Zettel reichte er dann dem Sklavenhändler, der sich ihn kurz anschaute, ehe er sich entschuldigte und verschwand. Jonathan drehte sich zu seinen beiden Sklaven um. "Das Zeichen ist einzigartig", erklärte er ihnen. "Eine alte Schrift, die kaum mehr jemand kennt, außer uns Vampiren. Zusammen mit dem Clanzeichen im Hintergrund ist es somit eindeutig." Cornelius schluckte nervös und nickte langsam, woraufhin Jonathan kicherte. "Keine Panik. So schlimm wird es nicht." So wirklich beruhigte das ihn jedoch nicht. Unsicher wartete er, bis der Sklavenverkäufer schließlich mit einem Brandeisen zurück kam. Er reichte es Jonathan, der es kurz begutachtete und dann nickte. "Sehr schön." Damit legte der Händler das Eisen in einen mobilen Ofen, den er ebenfalls hier auf dem Marktplatz stehen hatte und wartete. Es dauerte einige Zeit, bis es heiß genug war. Dann bat er Jonathan, den Sklaven noch einmal festzuhalten. Cornelius war als erster dran und wurde von seinem Meister über dessen Knie gelegt, ganz als ob dieser ihm seinen Hintern versohlen würde. Mit den Armen hielt Jonathan seinen Sklaven fest. Kurz darauf spürte der Junge, wie ihm etwas kühles auf den Hintern gesprüht wurde, ehe es dann wieder abgewischt wurde. Vermutlich ein Desinfektionsmittel, nahm er an. Dann bekam er ein Beißholz in den Mund gesteckt. Aus den Augenwinkeln heraus sah er, wie das Eisen jetzt aus dem Feuer genommen wurde. Auch ohne es genau fixieren zu können, sah er das Glühen. Er schluckte und schloss die Augen. "Ruhig...", hörte er Jonathan sagen. Einige Sekunden vergingen schweigend, dann spürte der Sklave, wie ihm das Eisen auf die rechte Pobacke gepresst wurde. Nach einer halben Sekunde begann ein intensiver Schmerz, der ihn unweigerlich hätte aufschreien lassen, wäre er nicht in der Lage gewesen, auf das Holzstück zu beißen. Trotzdem gab er ein stöhnendes Geräusch von sich. Seine reflexartigen Fluchtversuche wurden durch den festen Griff seines Meisters ohnehin geblockt. Einen Augenblick lang wünschte sich Cornelius, dass er in die Ohnmacht würde fliehen können, doch dann wurde der Schmerz weniger und er registrierte, dass das Brandeisen nicht länger auf seine Haut gepresst wurde. Als ihm von seinem Meister das Beißholz aus dem Mund genommen wurde, konnte er einen Moment lang gar nichts mehr tun. Glücklicherweise wartete Jonathan einige Sekunden, ehe er ihn auf die Beine zog. Cornelius spürte, wie seine Beine zitterten, aber er konnte sich halten. Vorsichtig tastete er nach dem Brandmal, wobei er sofort zusammen zuckte. Er fragte sich, wie es wohl später aussehen würde. Immerhin hatte er hier keinen Spiegel. Dann wurde ihm aber bewusst, dass er es ohnehin gleich sehen würde, da Sam gerade auf den Schoß ihres Meisters kletterte. Sie bekam dieselbe Prozedur wie er und schrie ebenfalls hinter dem Beißholz merkbar auf. Sie wehrte sich jedoch anscheinend ungleich mehr, als Cornelius zuvor. Ihre Augen weiteten sich, bis sie dann schließlich vor Schmerz das Bewusstsein verlor. Das Brandeisen wurde langsam weggezogen und gab somit den Blick auf ein rundes, verschnörkeltes Zeichen frei. Das trug er nun also auch auf seinem Hintern. Für den Rest seines Lebens. "Trag' sie", wurde er von Jonathan aus seinen Gedanken gerissen. "Was?" Cornelius drehte sich zu seinem Meister um, verstand dann aber sofort und nahm die junge Frau auf seine Arme. Er keuchte einen Moment, beschwerte sich aber nicht. Er sah, wie Jonathan noch die letzten Angelegenheiten mit dem Verkäufer regelte, dann ging er los. Cornelius folgte ihm, wobei er mit dem zusätzlichen Gewicht der ohnmächtigen Samantha Mühe hatte Schritt zu halten. In ihrem neuen Zuhause angekommen, fiel Cornelius auf, dass ja nicht einmal ein Bett vorhanden war, wo er Sam hinlegen konnte. Die Räume waren noch immer leer. Stattdessen ging er also ins Wohnzimmer, dessen Boden mit Teppich ausgelegt war, und legte sie dort sachte ab. "Mach die Heizung an", befahl Jonathan. "Solange wir noch keine Decken haben, werdet ihr das brauchen." Schnell nickte Cornelius, hastete zur Heizung und drehte selbige auf. Es erstaunte ihn, dass es selbst ein solches System hier unten gab. Sogar fließend Wasser gab es hier. Wie war das nur möglich? Er beschloss, das später nachzufragen und wandte sich an seinen Meister. "Sieht es...gut aus?", fragte er vorsichtig. "Es sieht ganz wunderbar aus", kicherte Jonathan. "Großartig." Vorsichtig begann der Sklave nun auch zu lächeln und nickte. Dann deutete er langsam auf Sam. "Was ist...was ist mit ihr?", fragte er. "Keine Panik", winkte der Vampir ab. "Sie wird bald wieder zu sich kommen. Ach ja...noch etwas: Ab jetzt werdet ihr tagsüber schlafen. So wie ich. Nachts beginnt hier das Leben...falls man bei Vampiren von Leben reden kann, zumindest." "Aber...aber das wird meinen Biorhythmus völlig durcheinander bringen. Das schaffe ich niemals-" "Du wirst dich dran gewöhnen. Hier unten wirst du nicht einmal spüren, ob Tag oder Nacht ist." "J-ja, Meister", antwortete Cornelius, auch ohne dass sein Meister es ihm mit Nachdruck befahl. "Ich werde mich daran gewöhnen." "Sehr schön", meinte Jonathan mit einem Lächeln. "Für euch Sklaven gibt es spezielle Bereiche, wo ihr Nahrung bekommt, die für euch brauchbar ist. Sobald wir wieder alles hier haben, wird Samantha wieder kochen, aber bis dahin...also los. Lass uns gehen. Wir bringen dann auch Sam etwas mit." Die Nacht wurde für Cornelius zunehmend anstrengend. Nachdem sie etwas zu essen geholt hatten, wo er mit Schrecken hatte feststellen müssen, dass es für einige Vampire sogar Tierfutter gab, das diese an ihre Sklaven verfüttern konnten, und auch Samantha endlich wieder aufgewacht war, passierte erst einmal nicht viel. Aber da sie schon den ganzen Tag unterwegs gewesen waren und nun zusätzlich die Nacht durchmachen mussten, wurden die beiden Sklaven recht müde. Jonathan nutzte die Zeit, um sich selbst wieder in der Stadt zurecht zu finden und zusätzlich seine Sklaven einzuweisen, wo es was gab, für den Fall, dass diese Besorgungen erledigen zu hatten. Cornelius war einfach nur froh, als sie wieder Zuhause ankamen und sich endlich hinlegen durften. Es war nicht viel, da sie wieder nur auf dem Teppich schlafen konnten, aber Jonathan legte sich zwischen sie und zog beide sachte zu sich heran. Auch Cornelius, der sonst wohl eher gezögert hätte, war froh, Wärme zu spüren und kuschelte sich an seinen Meister. Er war froh, dass Jonathan nicht noch zusätzlich von ihm verlangte, ihn zu vergnügen, denn schon Sekunden später überkam ihn die Müdigkeit und er schlief ein.
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