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Herr Bremer war begeistert: "Tobias hat eine excellente Stimme, Frau Meisner" Er schüttelte der Frau anerkennend die Hand und strich Tobias über den Kopf. Frau Meisner, Mutter zweier Söhne, hatte das musikalische Talent ihres 10-jährigen Tobias erkannt und hatte ein Vorsingen am berühmten St. Thomas-Internat vereinbart: einem konservativ, streng geführten Internat in privater Trägerschaft. Es war bekannt für seine gute Führung und strengen, klösterlichen Sitten. Nur wenige Jungen erhielten eine Chance und wurden dort aufgenommen. "Wir würden Tobias gern in unser Internat aufnehmen, es wäre sehr schade um sein Talent, wenn wir es nicht fördern würden", schlug Herr Bremer vor. Herr Bremer, 52 ist Musikpädagoge und Direktor des Jungeninternates. Er leitet den mehrfach prämierten Knabenchor, der schon viele Preise eingeheimst hatte. Frau Meisner telefonierte noch mit Ihrem Mann, und eine halbe Stunde später wurde der Vertrag unterschrieben. Zunächst zögerte Frau Meisner noch, als sie über die Passage im Vertrag stolperte: >>Hiermit übertrage ich das Züchtigungsrecht zum Wohle des Knaben an die Schule<< "Das soll Ihnen kein Kopfzerbrechen bereiten, Frau Meisner", beruhigte Herr Bremer die Frau, "Die Jungen brauchen die feste Hand und eine Tracht Prügel hat noch niemendem geschadet". "Ja aber..." wand sie ein. "Nein, das ist in Ordnung, Frau Meisner, glauben Sie mir. Die Schule genießt einen excellenten Ruf. Nur durch Disziplin und wenn es sein muss auch mit Strafen, werden die Jungen zu wohlerzogenen Jünglingen heranreifen. Denken Sie doch nur an die disziplinlosen halbstarken heutzutage in der Stadt..." Frau Meisner erinnerte sich an drei Jugendliche, die in der letzten Woche am Straßend herumlungerten, Bier tranken und ihrem Tobias die Sportschuhe gestohlen hatten und ihm die Nase blutig geschlagen hatten. "Nein, mein Tobias soll eine gute Erziehung genießen!" sagte sie entschlossen und setzte ihre Unterschrift auf das Papier. Während Frau Meisner mit Herrn Bremer abschließend noch einige Dinge klärten, las Tobias sich den Vertrag durch und fragte mit leicht zitternder Stimme: "was bedeutet >>Sanktion<<?" Tobias war zwar recht gut begabt, aber in seiner bisherigen Schule mit über 70% Ausländeranteil wurden Fremdworte nicht weiter behandelt und geschult. Herr Bremer antwortete: "Sanktion bedeutet soviel wie Strafe. Wenn Du also Unsinn machst, oder Du nicht gehorchst, oder Deine Leistungen nachlassen, sind die Lehrer und Erzieher berechtigt, die Jungen zu bestrafen" Tobias bekam einen Klos im Hals: "Mama, ich will das nicht..." Frau Meisner: "Keine Sorge, mein Junge. Das ist doch nur zu Deinem Besten!" "Ja, Frau Meisner, nun müssen wir auf das Thema Besuchszeiten zu sprechen kommen", meinte Herr Bremer, "Sie wissen ja, dass die Jungen nur viermal im Jahr besucht werden dürfen?" Frau Meisner war froh: "Ja, das entlastet mich, so habe ich mehr Zeit für meinen zweiten Sohn und meinen Haushalt" "An Weihnachten dürfen die Jungen zwei Tage zu ihren Eltern", sagte Herr Bremer. "Damit die Jungen nicht durch übermäßige Reize auf die schiefe Bahn geraten, ist besonders die Phase der Pubertät sehr kritisch", fuhr Herr Bremer fort. während er Tobias über seine glatten Wangen strich: "Bei Ihrem Tobias wird das aber noch eine Weile dauern, Frau Meisner." "Wird er denn noch lange seine schöne brillante Stimme haben?" fragte sie besorgt. "mein anderer Sohn ist 16, pickelig und hat eine kratzende, häßliche Stimme", beklagte sie sich. Herr Bremer lächelte: "ja sicher. Wir haben in unserer schulärztlichen Abteilung nicht nur einen Zahnarzt, sondern auch Endokrinologen, die den Puberträtseinbruch überwachen werden. So können wir eingreifen, wenn Ihnen das zu schnell ist" Tobias horchte auf: "Ich will aber keinen Stimmbruch bekommen, das hört sich schrecklich heiser an" Herr Bremer antwortete ihm: "Sei unbesorgt, mein Junge, das können wir hier für Dich ganz nach Deinen Wünschen steuern und regeln" Zur Mutter gewand: "So, dann müssen wir nun die Frage klären: wann soll Ihr Sohn denn in die Pubertät geführt werden?" Frau Meisner war etwas beunruhigt und zugleich fasziniert. "Was schlagen Sie denn vor?" Herr Bremer stand auf: "schauen sie mal dort aus dem Fenster, Frau Meisner" Draußen in der Sonne spielten einige Jungen Tischtennis. "Was glauben sie, wie alt die Jungen sind? Was glaubst Du Tobias?" sie sahen sich die Jungen an: sie trugen knappe Shorts, hatten glatte Haut, gänzlich unbehaart, ganz offensichtlich waren es noch Knaben. Tobias platzte raus: "die sind höchstens 12 oder 13, stimmts?" Herr Bremer öffnete das Fenster, so dass die hohen Stimmen der Burschen zu hören war. Frau Meisner meinte: "Nun, die werden in Tobias Alter sein" Herr Bremer lächelte: "Das ist unser Abiturjahrgang, die Burschen sind 19 Jahre. Wir raten den Eltern, die Pubertät bis zu diesem Alter auszusetzen. Dadurch bleibt die hohe Stimme sehr lange erhalten und die Jungen sind pflegeleichter, kooperativer und haben weniger dummes Zeug im Kopf." Tobias war begeistert: "Mama, das will ich auch" Herr Bremer fuhr fort: "die Jungen sind dann volljährig und können von da an selbst entscheiden, ob sie die Pubertät möchten, oder ob sie nicht doch lieber einen schönen knabenhaften Körper behalten möchten." Frau Meisner war überzeugt: "Gut, dann soll Tobias auch frühestens mit 19 Jahren in die Pubertät kommen" zu ihrem Sohn gewand sagte sie: "Und ab da kannst Du dann selbst entscheiden, ob Du die Pubertät möchtest. Denk an Deinen Bruder: er ist 16 und hat Pickel, eine häßliche Stimme" Tobias freute sich: "Oh, danke Mama!" Dann wurde die >>Vereinbarung zur Hinauszögerung der Pubertät<< unterzeichnet. "Tobias kann gleich hier bleiben, heute mittag ist ein Volleyball-Turnier" schlug Herr Bremer vor. Tobias: "Ja, Mama, da möchte ich mitspielen, bitte..." "Auf Wiedersehen Frau Meisner, Ihr Sohn ist hier in besten Händen!" Frau Meisner winkte kurz zum Abschied. "So, Tobias, nun bist Du hier im Internat." Seine Stimme wurde strenger. Er übereichte ihm eine Mappe "Das ist die Hausordnung. Die lernst Du bitte bis heute Abend auswendig. Um 18:00 ist Abendbrot, um 20:00 bist Du im Bett" Der Ton wurde plötzlich barscher und härter, Tobias schluckte: "so viele Seiten auswendig?" Kaum hatte er die Frage zuende gesprochen, setzte es eine schallende Ohrfeige: "Ja. Und das erste was Du lernen musst: keine Widerworte! Dann wird es Dir hier gut gehen." Tobias nickte und folgte ihm ängstlich. "Hier ist Dein Zimmer" Er öffnete die Tür von Raum 211. "Ihr habe zwei-Bett-Zimmer" links ist das Bett von Marco, er ist 11 Jahre und Dein Zimmergenosse." Tobias setzte sich auf die harte Matratze: "und wo ist Marco?" "Marco ist beim Volleyball" Herr Bremer fuhr fort: "So, nun hier hast Du einen Laufzettel." Er ging hinaus und Tobias las mit verschwommenen Augen was dort stand: um 11:00 in A512 bei Dr. Späth zur Einschulungsuntersuchung um 12:00 Mittagessen, um 13:00 bei Frau Jogel in der Kleiderkammer um 14.00 im Musiksaal von 17:00 bis 18:00 Freizeit 18:00 Abendbrot. 20:00 Bettruhe "Oh jeh, da bleibt mir nur diese eine Stunde zum lernen der Hausordnung" dachte er sich. "Hoffentlich schaffe ich das." Er stand auf und ging mit weichen Knien den Flur entlang und klopfte an die Tür von A512. "Schularztpraxis Dr. Späth" stand dort auf dem Türschild. hinter der Tür hörte er eine Schreibmaschine klappern. |