Schicksalsschläge
By: Pippi

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[STRAIGHT] [TESTICLES]

Der Ehemann kann seinen Pflichen nicht (mehr) nachkommen. Was sagt sein Bruder dazu?


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Schicksalsschläge

 

„Kein Grund zur Panik“, sagte Doktor Seltmann, „machen Sie sich keine Sorgen. Erstens werden Sie von der ganzen Angelegenheit nicht das Geringste spüren und zweitens ist es wirklich ein Routineeingriff. Ich habe das schon sehr viele Male gemacht und es ist noch nie zu Komplikationen gekommen.“

 

Ich war trotzdem ein bisschen in Sorge, ach Quatsch, ich hatte Schiss. So was lässt man doch nicht alle Tage mit sich machen. Aber da muss ich durch, dachte ich. Als Frau Doktor Seltmann gegangen war, wurde es wieder ruhig hier im Krankenzimmer, in dem ich nun schon seit drei Tagen auf meinen Operationstermin warte. Immer war etwas dazwischen gekommen. Mal hatten sie den Termin verschlampt, dass war Doktor Seltmann bei einem Notfall, und gestern konnten sie mich angeblich nicht operieren, weil irgendetwas kaputt war. „Scheißladen hier“, dachte ich. Na, heute Nachmittag würde es wirklich so weit sein.

 

Als sich mein Ärger wieder gelegt hatte, dachte ich, wie das kam, kommen musste, dass ich hie lag und Angst hatte. Die Worte meiner Frau gingen mir im Kopf herum: „Das brauchst Du doch alles gar nicht mehr. Und ich auch nicht. Reiß Dich zusammen und lass Dir einen Termin geben!“ Das war vor drei Monaten gewesen. Und ich hatte „ja“ gesagt. Nach sieben Jahren Ehe zog ich die Konsequenzen meines Versagens und ging zur Voruntersuchung.

 

Meine Frau war noch Jungfrau als wir heirateten. Sie war achtzehn und ich zweiundzwanzig. Ja, wir waren ziemlich jung und schwer verliebt. Sind wir immer noch. Karin willigte ohne zu Zögern ein, als ich um ihre Hand anhielt. So richtig „anhielt“, ja, mit Niederknien und Blumen und feinem Anzug und so. Ich wollte kein Theater abziehen, mir war einfach so feierlich zumute. Im Juni war es dann so weit, und wir gaben uns in einer kleinen Landkirche das Jawort. Schön war das damals. Alle waren da: Die ganze Familie, unsere Freunde, einige Bekannte. Insgesamt fast hundert Leute. Es war ein tolles Fest.

 

In unserer Hochzeitsnacht waren wir beide etwas zu beschwippst, um noch zu irgendetwas Vernünftigem fähig zu sein. Das erste Mal nackt gesehen haben wir uns erst ein zwei Tage danach in unseren Flitterwochen. Abends im Hotel. Wir zitterten beide vor Erregung. Meine sexuellen Erfahrungen beschränkten sich aufs Onanieren und zwei Besuche bei einer Professionellen. Meine Frau hatte, glaube ich, noch nie einen Mann nackt gesehen. Ja, mein Gott, so ist das halt mal auf dem Land. Na und?

 

Als ich das erste Mal meinen Penis in sie reinsteckte bin ich eine Sekunde danach gekommen. Ich war so erregt, dass ich zuerst gar nicht reinfand. Karin schrie gedämpft auf, als ich in Sie eindrang. Ich hatte sie entjungfert. Zu mehr ist es dann aber schon nicht mehr gekommen. Ich war viel zu schnell fertig und mein Penis wurde schon schlaff bevor Karin überhaupt so etwas wie Lust spüren konnte. Man kann sich vorstellen, dass ich ziemlich geknickt war. Unser Erstes Mal hatte ich mir anders vorgestellt. Irgendwie aufregender, voller Lust, sinnlich und auf jeden Fall länger, viel Länger. War aber nix mit länger. Karin war ganz lieb und ließ sich ihre Enttäuschung kaum anmerken. Sie sagte lediglich so was wie: „Wir werden’s schon noch lernen.“ Das hoffte ich auch und wir probierten lange herum. Nach über einem Jahr Probieren war uns dann aber beiden klar, dass ich einfach kein „Standvermögen“ hatte. Unser längster Verkehr dauerte höchstens mal drei Minuten. Karin war frustriert, ich war frustriert und tat mir daher in der Folge immer schwerer, überhaupt eine vollständige Erektion zu bekommen. Ich wusste ja, was kommt – und wie verdammt schnell es kommt. Dabei liebten wir uns wie am ersten Tag. Bloß im Bett wollte es gar nicht klappen.

 

 

Schwanger wurde Karin auch nicht. Wir hatten von Anfang an auf ihre fruchtbaren Tage achtgegeben, weil wir beide uns sehnlichst ein Kind wünschten. Am liebsten einen Jungen – was mich betrifft. Karin wäre es egal gewesen, wäre sie nur endlich schwanger geworden.

 

Wir entschlossen uns, uns untersuchen zu lassen. Karin ging zum Gynäkologen, ich ließ ein Spermiogramm machen. Nach einer Woche kamen die Befunde. Beide gleichzeitig. Bei Karin war alles mehr als in Ordnung. Ihr ganzer Organismus wartete offenbar nur darauf, ein Kind auszutragen. Bei mir sah die Sache ziemlich niederschmetternd aus. Ich hatte kaum Samenfäden in meinem Ejakulat. Im Befund war eine Ejakulatmenge von 1,3 Millilitern angegeben. Die wenigen Spermien, die ich hatte waren noch dazu größtenteils bewegungsunfähig. Kurz: Es schien so, dass ich zwar nicht komplett unfruchtbar war, die Wahrscheinlichkeit, dass ich Karin ein Kind zeugen könnte war aber trotzdem sehr gering. Nach all dem ein weiterer Schicksalsschlag.

 

Aber irgendwie musste es mit uns beiden ja weitergehen. Oder sollte. Ich bot Karin zwar eine Scheidung an – sie wäre ja auch kirchenrechtlich anerkannt worden und sie hätte sich neu verheiraten können – aber das wollte sie nicht. Ich natürlich auch nicht, aber ich wollte ihr eine faire Chance geben, mit jemand anderem glücklich ein Kind zu bekommen. So machten wir eben weiter wie bisher und begruben schon fast unseren Traum von einer eigenen Familie. Dann geschah etwas wirklich Unglaubliches. Mein Bruder gestand mir eines schönen Tages aus heiterem Himmel, dass er sich in Karin verliebt hätte. „Ich kann an gar nichts mehr anderes denken“, sagte er, „seitdem Karin angedeutet hat, dass sie mich toll findet. Du weiß schon, bei der Geburtstagsfeier von Mama.“ Ich war von den Socken. „Was faselte er da? Karin habe gesagt, sie fände ihn toll. Das gibt’s doch nicht!“ Ich stellte meine Frau zur Rede.

 

Sie druckste ein wenig herum, dann rückte sie mit der Wahrheit heraus. Bei der Geburtstagsfeier von meiner Mutter sind alle möglichen Leute beim Pool zusammengekommen. Darunter auch Martin, mein Bruder. „Und bei der Gelegenheit ist mir aufgefallen, was der Kerl für ein Riesending in der Badehose hatte“, platzte Karin heraus. „Wie gibt’s das, ihr seid doch Brüder. Mein Gott, ich glaube sein Gerät ist mindestens doppelt so groß wie Dein Penis!“ Wow!, das war hart – aber leider wahr. Als Jungs haben wir immer unsere Dinger gemessen und verglichen. Karin hatte leider Recht. Ich brachte es auf zehn Zentimeter, während Martins Pimmel gute 22 Zentimeter lang und mehr als doppelt so dick wie meiner war. Dazu war Martin, obwohl er nur um ein Jahr älter war als ich, ein regelrechter Rammler, der nichts anbrennen ließ. Kein Wunder, dass Karin von ihm beeindruckt war.

 

Das musste ich erst einmal verdauen. Mein eigener Bruder vergafft sich in meine eigene Frau – und umgekehrt. „Das hat gar keinen Einfluss auf meine Liebe zu Dir“, meinte sie eines Morgens nach dem Aufwachen. „Da ist lediglich ein Drang, mal einen richtigen Penis zu haben. Sag’ mal, kannst Du das nicht nachvollziehen? Seit Jahren läuft doch bei uns gar nichts mehr. Streng genommen ist da nie etwas gelaufen. Ich möchte auch einmal einen Orgasmus haben. Ich habe ein Recht darauf!“

 

Das war wahrscheinlich der heftigste Ausbruch, den ich bis dahin bei Karin erlebt hatte. Sie war richtig verzweifelt und steckte in einem Dilemma zwischen der Treue zu mir und dem Wunsch nach eigenem Glück. Ich sagte nur: „Lass uns mal eine Nachdenkpause einlegen. Reden wir Anfang nächster Woche noch mal darüber“, und ging zur Arbeit. Ich war leidlich unkonzentriert und die Arbeiten, die ich zu tun hatte, liefen mir gar nicht von der Hand. Ständig ging mir nur das Bild von der Beule in der Badehose meines Bruders, die Karin so beeindruckt hatte durch den Kopf. Was sollte ich bloß tun? Wie sollte ich mich verhalten? Ich wollte nichts lieber als dass Karin glücklich wäre. Und so fasste ich einen Entschluss:

 

„Wenn Du das wirklich ernst meinst, dass Du mit Martin mal ins Bett möchtest, dann bin ich damit einverstanden. Ich verlange aber, dass ich vorher weiß, wann und wo das sein wird“, sagte ich zu meiner Frau. „Ich weiß, dass Du mich liebst, und Du weißt dass Du mich liebst. Wenn wir also beide zusammengehören, dann kann uns auch so eine Sache nicht trennen. Bitte tu, was Du tun willst, aber sag’ mit Bescheid.“

 

Darauf musste ich nicht lange warten. Schon am kommenden Nachmittag rief Karin mich in der Firma an und sagte: „Heute Abend kommt Martin zu uns ins Haus. Wir sind uns einig geworden. Bitte bleib’ nicht weg und komm’ wie gewöhnlich nach Hause, aber geh’ bitte nicht ins Schlafzimmer, ja?“ Ich meinte nur: „Ist gut“ und legte auf. Mein Hirn schlug Purzelbäume. „Bei uns im Haus? In unserem Schlafzimmer wollte sie also mit Martin schlafen? So, so, und ich sollte also auch zuhause sein. Das kann ja heiter werden“, dachte ich und machte meine Arbeit fertig, soweit es in meinem Zustand möglich war. Um halb sieben ging ich aus der Firma, um halb acht war ich – wie üblich – zuhause.

 

Ich sperrte die Haustür auf und bemerkte gleich Martins Schuhe im Vorzimmer. In der Küche standen zwei Gläser mit Resten von Rotwein herum. Im Haus war es still. Wir haben keine Nachbarn und die abendliche Stille hier heraußen ist beeindruckend. Diesmal schien es mir noch ruhiger als sonst. Aber was hatte ich mir denn erwartet? Wilde Lustschreie, die in den Garten drangen? Der Gedanke war gut. Ich beschloss, mich in den Garten zu setzen und zu versuchen, zu mir zu finden. Natürlich rasten Bilder durch meinen Kopf, wie Martin es meiner Frau besorgen würde. Da hörte ich einen unterdrückten Schrei! Ich hob den Kopf und lauschte angestrengt. Da war es wieder! Tatsächlich hörte ich aus dem Schlafzimmer gedämpftes Stöhnen und Schreien. Martin und Karin waren wohl zur Sache gekommen! Mir kam vor als könnte ich jede Bewegung und jede Steigerung ihrer Lust ausmachen. Karin stöhnte immer geiler und lauter, bis sie einen wilden Lustschrei ausstieß. Gleichzeitig röhrte Martin: „Ja! Ich komme, ich komme!“, und ich konnte es nahezu vor meinen Augen sehen, wie sein Sperma in Karins Scheide spritzte.

 

Ich hatte eine halbe Erektion bekommen und begann zu onanieren. Wider Willen hat mich das Gehörte ziemlich heiß gemacht. Ich saß auf der Terrasse und rieb meinen halbsteifen Pimmel so gut es ging. Es ging eben nicht. Irgendwann hörte ich auf ohne zu Ende gekommen zu sein. Frustriert begann ich zu heulen, da legte mir plötzlich Karin von hinten ihre Hände auf die Schultern und hauchte mir ins Ohr: „Sei nicht verzweifelt. Du musst es einfach akzeptieren wie es ist.“ Wie lange mochte mich wohl schon beobachtet haben. Ich war ziemlich beschämt aber gleichzeitig zu niedergeschlagen um die Peinlichkeit der Situation voll zu erfassen. Martin war schon gegangen, aber die Augen von Karin leuchteten zum ersten Mal seit langer Zeit. „War’s schön?“, fragte ich. Und sie sagte lediglich: „Fantastisch. Er ist ein geiler Mann, Dein Bruder. Er hat mich ganz ausgefüllt und ich habe einen Orgasmus gehabt. Stell Dir vor, einen richtigen Orgasmus!“

 

Es vergingen einige Wochen ohne dass wir das Thema wider anrührten. Aber ich ahnte es bereits, als Karin mir gestand, dass sie es fast jeden Tag mit meinem Bruder trieb. An diesem Abend, als ich aus der Firma gekommen war – Martin war natürlich schon weg – gestand sie mir, dass mein Bruder sie sexuell wirklich glücklich machte, etwas, was ich nie zustande gebracht hatte. Dann meinte sie zärtlich: „ Was würdest Du sagen, wenn ich dich bitten würde, mich oral zu befriedigen? Ich denke, das könntest Du auch und dann hätten wir doch auch wieder unseren Spaß miteinander?“ Ich dachte kurz darüber nach, aber es sprach nichts dagegen, nur alles dafür. Ich konnte doch auch Sex mit meiner Frau haben, nur dass ich eben meinen Mund benützen würde. „Ja“, sagte ich, „das klingt gut. Also los!“

 

Im Schlafzimmer zog sich Karin aus. Hier hatte sie es gerade vorher mit Martin getrieben und sein Geruch hing sogar noch in der Luft. Ich wollte mich auch ausziehen, da bat mich Karin, doch bitte angezogen zu bleiben. Ich solle ihr lediglich meine Zunge zur Verfügung stellen. Auch damit war ich einverstanden. Karin legte sich breitbeinig und mit einem Ausdruck von Lust in den Augen auf den Rücken und ich beugte mich über ihre Scham und begann sie zu lecken. Da bemerkte ich, dass ihre Scheide noch ganz verklebt war. Sie war also noch nicht unter der Dusche gewesen! Ich drang mit der Zunge in ihre Höhle und da lief mir das ganze Sperma meines Bruders in den Mund! Ich war ehrlich gesagt ziemlich geschockt, aber als ich innehielt, drückte sie mit sanfter Gewalt meinen Kopf wieder auf ihre Scham und stöhnt: „Bitte, bitte mach weiter! Es ist grad so schön!“ Und ich machte weiter. Ich schleckte ihre Scheide ganz aus, musste den Saft meines Bruders runterwürgen und bekam die Feuchtigkeit von Karins Höhle zu schmecken. Die beiden Säfte mischten sich auf meiner Zunge zu einem herb-süßen Geschmack. Karin stöhnte in immer kürzeren Abständen immer lauter und tiefer, bis sie plötzlich mit einem kleinen spitzen Schrei einen Orgasmus bekam. Der erste, dessen Ursache ich war!

 

Da nahm ich meinen inzwischen halb steif gewordenen Penis aus der Hose und versuchte ihn, in sie reinzustecken. Ich probierte es mehrmals hintereinander, aber es war sinnlos. Er wurde nicht richtig steif und verbog sich immer vor den Eindringen obwohl Karins Vagina ganz feucht und glitschig war. Keine Chance. Es ging nicht. „Das war Deine letzte Chance, Schatz“, sagte Karin. Ab jetzt bitte keine neuen Experimente mehr, ob Du ihn nicht doch noch mal genügend hochkriegst. Denn selbst wenn, ist er doch viel zu klein geraten.“

 

Seitdem lebten wir im Einvernehmen. Katja holte sich „richtigen“ Sex bei meinem Bruder, und das fast täglich. Ja, sie war eben auf den Geschmack gekommen. Und ich durfte sie mindestens einmal im Monat mit meiner Zunge verwöhnen. Mir blieb als „Befriedigung“ nur das Onanieren. Und selbst das war eher frustrierend, denn ich kam nur sehr selten bis zum Höhepunkt. Und so kam es, dass wir eine Vereinbarung trafen. Ich wollte nicht länger so ein unbefriedigendes Sexualleben haben. Karin hatte auch nichts davon und Martin hat sowieso freie Bahn. Nach vielen durchdiskutierten Nächten beschlossen Karin und ich, dass ich mich entmannen lassen sollte, um das jämmerliche Schauspiel das ich bot und unter dem wir litten, zu beenden.

 

Ja und so liege ich nun hier im Krankenhaus und warte, bis es Nachmittag wird. Ich hatte alle nötigen Gutachten besorgt: Internist, Psychiater, Immunologe und Urologe stimmten einer Entfernung meiner Hoden zu und in weniger als zwei Stunden sollte es losgehen – oder besser gesagt zu Ende gebracht werden. Ich war hin und her gerissen zwischen Angst, Erregung und Freude. Ich wusste gar nicht mehr was ich denken sollte.

 

Dann kam endlich Frau Doktor Seltmann, um mich zur Operation zu holen. Ich weiß nicht, wie es kam, aber ich hatte in dem Moment tatsächlich eine Erektion. Natürlich konnte Doktor Seltmann das durch das dünne Leintuch, das mich zudeckte, bestens beobachten. Sie schmunzelte: „Na, das wird ja womöglich die letzte Erektion, die sie bekommen werden. Genießen Sie es!“ Die Krankenpflegerin, die mir Frau Doktor Seltmann ins Zimmer gekommen war, führte mich daraufhin im Bett in den Operationssaal.

 

Dort legten mich zwei Pfleger auf den OP-Tisch, zwei Krankenschwestern, die assistieren sollten kamen herein, und Doktor Seltmann verpasste mit – ich glaube insgesamt – sechs Injektionen eines lokalen Betäubungsmittels. Dann rasierte mir eine der Schwestern die gesamte Genitalregion sehr gründlich und wusch sie dann sauber ab. Die andere Schwester sprühte Desinfektionsmittel auf meinen Hodensack und meinen Penis, aber das konnte ich nur noch sehen. Fühlen konnte ich jetzt da unten nichts mehr. „Spüren Sie das?“, frage Frau Doktor Seltmann. Ich spürte gar nichts, als sie mit einer Injektionsnadel in meinen Hodensack stach und ich schüttelte den Kopf. „Na, dann kann’s ja losgehen! Sie werden sehen, in zehn Minuten ist alles erledigt.“

 

Die Ärztin ließ sich ein Skalpell reichen und setzte einen präzisen, etwa vier Zentimeter langen Schnitt in der Mitte meines Hodensacks. Durch diesen Schnitt presste sie meine Hoden aus dem Sack und ich konnte sehen, wie sie freigelegt wurden. Zwei weiß-graue, haselnussgroße, glatte Dinger, die an Ihren Blutgefäßen und Samensträngen hingen. „Schwester“, sagte Frau Doktor Seltmann, „halten Sie bitte die Hoden fest, während ich die Ligaturen anbringe. Und passen Sie auf, dass Sie nicht loslassen bevor ist die Samenstränge und Blutgefäße nicht abgetrennt habe und die Hoden vom Körper getrennt sind. Gut?“ Die Schwester nickte. „Geht in Ordnung, Frau Doktor.“ Die Ärztin nahm daraufhin ein starkes Nahtmaterial und band die Hoden so weit oben wie möglich fest ab, indem sie mehrere Knoten rund um Die Versorgungsstränge knüpfte. Dann reichte ihr die zweite Schwester eine Schere, mir der Doktor Seltmann zuerst den linken, dann den rechten Strang knapp unter der Ligatur glatt abschnitt. Meine Hoden blieben in der Hand der Schwester zurück und diese legte sie zur Seite. „Wollen sie die mitnehmen?“, fragte Doktor Seltmann? Ich wollte und die Schwester drückte mir die noch warmen Hoden in die Hand. Mir war sehr eigenartig zumute.

 

Nachdem mein Hodensack mit wenigen Stichen vernäht war, wurde ich aus dem Operationssaal geschoben. Ich bekam keinen Verband, denn die Wundheilung ginge schneller, wenn ausreichend Luft zum Schnitt käme, sagte die Schwester.

 

Am nächsten Tag wurde ich entlassen und fuhr mit dem Taxi nach Hause. Ich überreichte meiner Frau noch an der Haustüre meine abgetrennten Hoden. Sie gab mir einen Kuss und sagte: „Die hebe ich für Martin auf. Vielleicht will er sie ja haben. Ich brauch’ sie nicht. Hab’ sie ja auch nie gebraucht, nicht wahr, mein Schatz?“

Pippi (neueweltenAThotmailDOTcom)



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