der erste abend (teil eins der trilogie)
By: Folterobjekt

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Die versprochenen erlösung fällt anders aus als erwartet ;-)




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Das Essen war vorzüglich und der Abend ist noch jung. Ein Drink in einer netten kleinen Bar wäre genau das richtige für diesen Moment. Das Richtige, um die angeregte Unterhaltung weiterführen zu können. Wir zahlen und stehen auf. Ich helfe euch beiden in die Jacken. Es ist zwar mild, aber der Winter zeigt noch allzu deutlich seine Zähne. Also eilen wir die paar Schritte durch die Stadt. Der Trubel, die lachenden Leute, die Lichter der Auslagen, die Musik aus den Lokalen mischen sich wie jeden Abend und besorgen den Gassen den Flair für den man sie schätzt und immer wieder kehrt.

Ich gehe in der Mitte und genieße es, immer wieder deine Hand an meinem Po zu fühlen. Unsere Begleiterin merkt es und lächelt immer wieder verschmitzt zu uns herüber. Bis wir schließlich die Bar am Ende des Gassengewirrs finden. Hier wo es etwas stiller und ruhiger ist als im Herzen der Stadt wo das Leben pocht, wo es überzubrodeln droht. Hier wollen wir einen Drink genießen und so schreite ich voran und öffne euch die Türe. Du betrittst als erste das lokal aber nicht ohne mir im Eintreten einen schnellen Kuss zu geben. Unsere Begleiterin verfolgt das kurze und schnelle Spiel unserer Zungen aus nächster Nähe, als Du ihre hand packst uns sie in das Lokal führst. Ich folge Euch.

Ganz hinten in der Ecke ist ein Stehtisch frei. Wie für uns reserviert. Schnell haben wir uns es gemütlich gemacht, die Jacken abgelegt und die Drinks bestellt. Die Gläser auf dem Tisch werden wir alleine gelassen und genau das wollen wir auch. Ich stehe euch beiden gegenüber und wir tratschen über belangloses über unwichtiges und wichtiges. Ihr prostet euch ab und zu zu, ohne mich in dieses Ritual einzubeziehen. Der Symbolik genau bewusst führt ihr die Trinkhalme an eure Lippen, um sie ein kleines Stück dazwischen verschwinden zu lassen. Jedem Schluck folgt ein Kuss der von mal zu mal länger und sinnlicher wird, bis er schließlich in einem langen verspielten Kuss endet der eure Hände zum Körper der anderen führt. Ich vermag mir vorzustellen, was die Hände und die Lippen nun fühlen und spüren. Deine Hände wandern unter den Pulli deiner Begleiterin. Hier kann uns niemand sehen und stören und so lässt du dir Zeit beim Erkunden der Weiblichkeit dir gegenüber.

Als du vom WC zurück kehrst trittst du hinter deine Begleiterin. Sanft umfasst du sie und greifst nach ihren Brüsten. Du hauchst ihr einen Kuss auf den Hals und meinst, dass es Zeit wäre den Heimweg anzutreten. Deine Worte fallen auf fruchtbaren Boden. Die Spannung und die Lust ist spürbar. Beinahe greifbar liegt sie über uns und eure Blicken sagen deutlich, dass ihr diese Spannung mit nach hause nehmen wollt, um sie dort langsam und genussvoll zu erlösen.

So beenden wir unseren besuch in der Stadt und gehen nach hause. Unsere Schritte sind schnell, ohne jedoch hastig zu werden. Die Kälte treibt uns mehr als die Gier, das Verlangen. Oder ist es doch die Lust die unseren Schritt beflügelt?

Daheim angekommen legen wir an der Garderobe ab. Niemand ist zuhause und Stille erfüllt die Wohnung. Erst die Jacken und dann die Schuhe. Als ich mich bücke, um meine Schuhbänder zu öffnen, fassen zwei flinke Hände nach meiner Brille und zwei weitere Hände legen mir einen Schal um die Augen. Erschrocken füge ich mich dem Willen und ziehe mir die Schuhe aus ohne das geringste zu erkennen. Fürsorglich bringt ihr mich ins Zimmer und geleitet mich zu einem Sessel. Ich nehme Platz. Im sitzen fühle ich mich wohl und geborgen und schnell kann ich beginnen, die Situation zu genießen. Selbst dann noch als ich deine Hände spüre, die mich langsam zu entkleiden beginnen. Ich erkenne dein Begehren und werde wohl ein wenig rot. Denn meine Erregung hat sich deutlich spürbar gemacht. Du merkst es auch als du wie zufällig mit dem Ellenbogen über meine Hose gleitest. Entschlossen mich preiszugeben lässt du dich nicht beirren. Bald ist mein Oberkörper entblößt und bald folgt die Hose. Ich möchte mich nicht erheben um mir zu ersparen, dass deine Begleiterin merkt wie ich erregt bin. Aber du gibst mir ein unmissverständliches Zeichen und so hebe ich mein Becken an, um mich völlig entblößen zu lassen. Ich weiß es. Ich kann es nicht sehen aber ich weiß es, dass ihr beide noch völlig bekleidet seid. Und dieses Wissen euren Blicken ausgeliefert zu sein lässt meine Haut warm werden.

Stille. Nein, das leise Geräusch eines Kusses getragen von Händen die einander umarmen dringt an mein Ohr. Und unmissverständlich, selbst für einen seines Augenlicht beraubten baut sich die akustische Kulisse auf, die entsteht wenn sich ein oder zwei Menschen entkleiden. Mein Kopf folgt dabei den Geräuschen als ob meine Ohren das Unvermögen meiner Augen auszugleichen suchen. Dann Hände auf meinem Körper. Deine Hände. Ich erkenne sie. Die Hände auf meinen Schultern gehst du um mich herum. Hinter mir deutest du mir, mich aufrecht in den Sessel zu setzen. Was hast du vor? Was macht deine Begleiterin jetzt?

Langsam wandern deine Hände meine Arme entlang. Du nimmst sie und legst sie auf die Armlehnen. Ich lasse dich gewähren und meine Arme auf den Lehnen ruhen. Ich bin nervös aber voller Vertrauen. Und so rege ich mich nicht, verberge geschickt meine Überraschung als ich spüre wie sich ein Seil um mein rechtes Handgelenk und die Sessellehne windet. Rasch wird auch meine linke Hand, mein linker Arm dem Sessel übergeben und an ihm fixiert. Ich atme schwer und tief. Dann spüre ich wie meine Beine folgen. Du stellst meine Beine nahe der Sesselbeine auf und fixierst sie ebenso mit vielen Seilwindungen. Nicht sehr fest, aber fest genug um zu verhindern, dass ich mich befreien kann. Es folgen Seile in meinen Armbeugen, die meine Arme noch besser fixieren. Dann folgen Seilwindungen über meine Brust und um die Lehen des Stuhls. Du möchtest sicher gehen, dass ich den Fängen des Sessels nicht mehr entkommen kann. Ich füge mich dem Schicksal, dem Schicksal, das schließlich mit einem dünneren Seil, dass du leicht in zwei drei Windungen um mein pochendes Geschlecht führst besiegelt wird.

Dann folgen die Schritte die sich von mir entfernen. Deine Begleiterin muss ganz nahe an der Szene gestanden sein, denn beinahe gleichzeitig enden eure Schritte und ich höre wie ihr auf das bett nieder sinkt. Die Decke wird beiseite gestoßen. Dann vermischen sich die Stimmen eurer Zärtlichkeiten mit den Antworten des Bettes auf eure Bewegungen zu einem Konzert der Lust. Die für euch wahrscheinlich kaum wahrnehmbaren Töne und Geräusche versetzen die Luft in eine Schwingung die zu mir herüber schwebt. Nur ein paar kleine Schritte und doch hunderte von Meilen entfernt, werde ich vom Echo Eures Schauspiels ohne Worte und ohne Bilder umhüllt.

Zeit und Raum verschmelzen, werden weich und gestaltlos, bedeutungslos. - Schritte leiten das Ende des ersten Aktes ein. Schritte verfolgt von der Stille am anderen Ende, von der Stille über dem Bett. Lippen pressen sich auf meinen Mund. Deine Lippen schenken mir einen sanften Kuss. Deine Hände prüfen meinen Körper und meine Fesselung. Dann führst du ein Glas an meine Lippen und labst mich mit einem Schluck.

Den 2 Akt erlebe ich wie im Traum. Kaum kann ich deuten was passiert. Eure Stimmen der lauter werdende Atem, Hände die nackte Haut berühren mal sanft mal heftiger, leises Stöhnen, das immer stärker anschwillt verwandeln das Zimmer in eine Oase der Extase. Bilder wandern über meinen Blick in die Dunkelheit. Bilder gemalt von der Symphonie der Wollust über dem Bett. Stille. Schritte und ein Kuss. Nicht deine Lippen Küssen mich sondern mir unbekannte, nicht minder Zarte Lippen verdrängen die Imagination eines Traumes. Die Körper, das Fleisch, das Beben und die Lust um mich herum sind wahr und real. Wieder ein Schluck und prüfende Hände (wohl auch Blicke) an meinen gebundenen Organen.

Der 3 Akt das finale Erklimmen der größten Höhen. Unberührt von meiner Existenz oder aufgeheizt von meiner Wehrlosigkeit, meiner Hilflosigkeit, meiner Erregung. Die Bilder verschwimmen, werden zu surrealistischen Gebilden. Ohne ihre Gestalt preis zu geben lassen sie ihren Sinn erkennen. Die Erfüllung der Wonne, die Lösung der Spannung in euren Körpern in euren Seelen.

Schritte. Vier Hände machen sich daran meinen Körper zu befreien ohne jedoch meine Seele, mein Verlangen zu berühren. Behutsam wird aus der Einheit wieder ein lebendes Wesen - ich und ein totes Gebilde - der Sessel. Hände greifen nach mir und führen mich zum Bett. 2 schwache Seelen sinken auf die Matratze. Zwei von den Wonnen der Lust geschwächte, eine von der Lustvollen Qual ermüdete. Ich entspanne mich. Atme langsam und ruhig. Ein Kuss von dir öffnet die Türe ins Land der Träume. Es ist ein langer Kuss, ein sanfter Kuss. Ein zweiter Kuss deiner Lippen gilt meinem immer noch harten und pochendem Geschlecht, während die Lippen deiner Begleiterin meinen Mund verschließen. So wird mein qualvolles Stöhnen getragen von dem Begehren nach Erlösung erstickt.

Lange noch liege ich wach in meine Gedankenwelt versunken. Mein Blick ins nichts der Augenbinde, mein Geschlecht zum Himmel gerichtet spüre ich wie sich eure Leiber entspannen auf der eise zu den Träumen.

Als ich am Morgen erwache bemerke ich dass meine Augenbinde fehlt. Aber ich merke auch, dass ich diese Nacht keine Erlösung gefunden habe. Ich öffne die Augen und erkenne eure Silhouetten. Ich erkenne, dass ihr eure Körper in gemütlich legere Kleider gehüllt habt. Mein freier Blick trifft auf die Barrieren einen Schritt weiter.

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