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Frederik von Klewen
Die Nachricht vom Konkurs der Reederei erreichte die Marie-Louise am Rio de la Plata. Die Dreimastbark lag auf Reede. Angesichts der unklaren Situation die Heuer betreffend hatten die meisten Matrosten abgemustert. Aus der Schiffskasse konnte der Kapitän ohnedies nur den für den Erhalt des Schiffes unbedingt notwendigen Teil der Besatzung bezahlen. Aber schon nach wenigen Tagen bat ein Vertreter einer großen amerikanischen Reederei an Bord kommen zu dürfen. Er hatte Papiere bei sich welche das von ihm vertretene Unternehmen als den neuen Eigentümer der Marie-Louise auswiesen. War die Marie-Louise bislang vor allem zwischen Nordeuropa und Südamerika verkehrt, wurde sie nun die West mit der Ostküste der Staaten auf der Route über Kap Hoorn nverbinden. Der Vertreter des neuen Eigentümers schätzte die seemännischen Fähigkeiten der Mannschaft die größtenteils aus Nordländern bestand und ließ daher dem Kapität freie Wahl bei der Auswahl der Mannschaft. Tatsächlich waren jedoch nur wenige Männer der alten Mannschaft bereit auch noch auf ihre ohnedies seltenen Roling Homes zu verzichten. Nur der Kapitän und sein zweiter Steuermann schienen stärker an dem Schiff zu hängen als an ihrem Leben an einer fernen Küste. Den zweiten Steuermann und den Kapitän verband eine langjährige Freundschaft. Der heutige zweite Steuermann den sie an Bord nur Gun nannten hatte vor mittlerweile 10 Jahren als Schiffsjunge angeheuert. Der Kapitän hatte schon während der ersten Überfahrt Gefallen an dem hübschen blonden Jüngling gefunden. Er war so anders als der Rest der Mannschaft auch anders als alle die in den vergangenen Jahren auf der Marie-Louise ihre Matrosenlaufbahn wegen des geringen Alters als Schiffsjungen angefangen hatten. Gun zeigte keinerlei Interesse für die üblichen Vergnügungen der Mannschaftsdienstgrade. Er sprach weder losen Redensarten, noch dem Alkohol oder jenen Gewohnheiten zu, die sich ansonsten oft auf längeren Reisen zwischen den Männern abspielten. Gun liebte es indes mit seiner engelhaften Stimme zu singen. Und so war es auch gekommen daß der Kapitän ihn hin und wieder darum bat für ihn einige Weisen aus der Heimat zu singen. Aus diesen Ständchen erwuchs eine immer enger werdende Beziehung zwischen dem Kapitän und dem Jungen. Dem Kapitän gelang es das Interesse des Jungen auf die Literatur zu lenken. Und schon bald zeigte sich daß diese Bemühungen des Kapitäns auf fruchtbaren Boden gefallen waren. Gun erwies sich trotz seiner jungen Jahre bald als ein vollwertiger und geistreicher Konversationspartner. Hieraus ergab es sich auch daß der Kapitän die Fähigkeiten des Jungen auch für die Fertigkeiten der Seemannschaft begeistern konnte. Nach einiger Zeit als Leichtmatrose und Matrose konnte Gun schließlich das Patent als Steuermann erlangen. Obwohl Gun auf der Marie-Louise wegen der älteren Rechte des Steuermanns in absehbarer Zeit nicht zum ersten Steuermann aufsteigen konnte, fuhr er weiter auf der Marie Louise. Die Marie-Louise welche der neue Eigentümer obwohl dies ja angeblich Unglück bringen soll auf den Namen seiner Tochter Mercedes umtaufen ließ, war ein Frachtensegler mit einigen Passagierkabienen. Im Sommer des Jahres 1879 lag die Mercedes in New-York und sollte über Kap Hoorn nach San Francisco laufen. Eine Kabine war für Frau Maybritt von Klewen und ihren Sohn reserviert worden. Der Zahlmeister der Mercedes hatte Gun darauf aufmerksam gemacht und erkundigte sich ob die Passagiere mit Gun verwandt wären wegen des gleichlautenden Familiennamens. Gun verneinte nach einem kurzen gespielten Nachdenken und verwies darauf daß dort wo er herkäme der Name von Klewen sehr gängig wäre was natürlich eine Lüge war. Natürlich war auch dem Kapitän nicht entgangen daß es offensichtlich eine Verbindung zwischen seinem zweiten Steuermann und der Passagierin war. Er wußte auch daß es sich bei der Dame um die Tochter des ehemaligen Schiffseigners handelte. Er fand es jedoch schicklicher die Herrschaften nicht darauf anzusprechen nicht zuletzt weil Frau von Klewen keinerlei in diese Richtung zielenden Andeutungen gemacht hatte. Die Passagiere nahmen das Essen zusammen mit den Offizieren in der Messe ein. Für Gun gab es keinen Zweifel daß es sich bei Frau Maybritt von Klewen um die Tochter seines ehemaligen Dienstherren handelte. Der Junge an ihrer Seite und die Tatsache daß sie noch ihren Mädchennamen führte war nur ein weiterer Beleg dafür daß die Geschichte damals ein von ihr teuflisch durchdachter Plan gewesen war. Frau von Klewen schien ihn selbst nicht wiedererkannt zu haben. Und das war Gun nur recht. Der Junge hörte auf den Namen Frederik und von einer Art und Schönheit die für Jungen eher ungewöhnlich erscheint. Frederik war der einzige Junge an Bord und natürlich war ihm schrecklich langweilig. Der Kapitän hatte ihm gestattet sich bei ruhiger See frei auf dem Schiff zu bewegen um sich alles anzusehen. So gelang es schließlich Gun mit Frederik ins Gespräch zu kommen. Gun gab sich alle erdenkliche Mühe das Interesse des Jungen an seiner Person zu nähren. Gun zeigte ihm alles was interessant war an Bord. Nach Buenos Aires wurde die Passage härter und es zeigte sich daß Frederik unter entsetzlicher Seekrankheit zu leiden begann. Gun kümmerte sich weiter rührend um den Jungen wofür ihm sowohl der Kapitän als auch die Mutter überaus dankbar waren. In der dritten stürmischen Nacht beschloß Gun seinen lange gehegten Plan umzusetzen. Er begab sich zu Frederik, der mittlerweile in das Schiffslazarett verlegt worden war, weil seine Mutter den Gestank des Erbrochenen nicht ertragen konnte. Frederik war schwach, aber bei Sinnen. Junge es gibt eine Behandlung die Dich von der Seekrankheit befreit aber das ist ein Geheimnis das eigentlich nur unter Seeleuten angewendet werden darf. Jeder Seemann der das Geheimnis mit einer Landratte teilt oder eine Landratte behandelt ist des Todes. Frederiks kindliche Neugierde war ebenso geweckt wie er ohnedies alles getan hätte um der schrecklichen Übelkeit zu entrinnen, die ihn befallen hatte. Frederik war ohne lange Zweifel oder Fragen dazu bereit Gun zu schwören daß er ihn nicht verraten würde wenn er versuchen würde ihm zu helfen. Gun nahm ihm unter Heranziehung einer Bibel einen feierlichen Eid ab und dann machte er sich daran den Jungen zu kurieren. Gun schlug Frederiks Bettdecke zurück und zog sein Nachthemd so weit hinauf daß die Genitalien des Jungen gut sichtbar im Schein der Petroleumlampe lagen. Gun erklärte Frederik daß er ihn zunächst untersuchen müsse. Frederik sah während der Untersuchung etwas verängstigt aber zuversichtlich auf Guns Hände, die damit begannen die Vorhaut des Jungen auf- und ab- zu bewegen. Der kleine Penis des Jungen richtete sich überraschend schnell auf. Gun machte weiter und erinnerte sich wehmütig an die Zeit im Kinderheim, als er den unbehaarten Penis seines besten Freundes gleichermaßen verwöhnt hatte. Auch Frederik schien die Behandlung nicht unangenehm zu finden. Er hatte die Augen nun geschlossen und ein leichtes Lächeln lag auf seinem schmalen Lippen. Es wird dann mal ein bißchen weh tun sagte Gun in ernstem Ton. Aber ich denke Du bist schon so viel ein Kerl daß Du das ohne wie ein kleines Kind zu heulen durchstehst. Frederik signalisierte mit einem Kofpnicken daß er verstanden hatte und einverstanden war. Gun hatte nun damit begonnen Frederiks Penis mit seinem Mund zu verwöhnen. Dann ließ er seine Lippen den Schaft hinunterwandern während seine Hand weiter langsam Frederik wichste. Gun saugte einen Hoden Frederiks in seine Mundhöhle und platzierte den kleinen Hoden zwischen seinen Schneidezähnen. Vor einigen Jahren hatte er gelesen wie Schafhirten auf Sardinien junge Böcke kastrieren. Sie nehmen dazu die Hoden in den Mund und beißen durch den Hodensack hindurch den Hoden entzwei. Gun war bereit für den ersten Biß. Seine zweite Hand hatte bereits den zweiten Hoden so zwischen zwei Fingern plaziert daß er auch diesen würde sofort nach dem ersten Hoden würde zerbeissen können wohl so schnell daß der Junge noch gar nicht gemerkt hat was passiert war. Der Junge schrie laut auf als der erste Hoden Guns Schneidezähnen nachgab. Noch in diesem Schrei hatte Gun das zweite Mal zubeissen können. Schnell zog Gun das Nachtgewand des Jungen nach Unten und dekckte ihn wieder zu. Seine andere Hand hatte bereits den Mund des Jungen zum Schweigen gebracht. Es ist Vorbei der Schmerz läßt bald nach und dann wirst Du nie wieder Seekrankheit bekommen können Nach ein paar Minuten spürte Gun daß er seine Hand vom Mund des Jungen nehmen konnte. Frederik hatte offensichtlich noch große Schmerzen aber er bemühte sich die Zähne zusammenzubeißen. Gun lobte ihn dafür. Offensichtlich hatte der Sturm und das jammern des Schiffes den Schrei des Jungen verschluckt. Obwohl Gun damit gerechnet hatte war niemand nach dem Schrei gekommen um nach Frederik zu sehen. Als am nächsten Tag die Mutter und der Kapitän wieder nach dem Jungen sahen fiel erwartungsgemäß kein Wort über die heimliche Behandlung. Gun meinte nur am Rande daß es den Jungen einfach sehr schwer erwischt hätte -daß es aber wohl bald besser werden würde. In der Tat besserte sich der Gesunheitszustand von Frederik bald, so daß er wieder aufstehen konnte. Zu Guns eigener Überraschung schien der Junge tatsächlich seine Empfindlichkeit für stärkeren Seegang verloren zu haben. Frederik ist jetzt ein richtiger Seebär geworden bemerkte Gun an einem der nächsten Tage anerkennend in der Messe und zwinkerte Frederik kumpelhaft zu und Frederik zwinkerte zurück und lächelte. Gun hatte Frederik erklärt daß es anfangs noch hin und wieder ein bißchen weh tun würde aber das sei Normal und würde sich bald legen. Die Küste der Baja California begleitete die Mercedes schon einen halben Tag. Gun war in seiner Kajüte um mehrere gleichlautende Briefe zu verfassen. Er war sich nicht sicher ob überhaupt einer dieser Brief den Adressaten erreichen würde. Aber diese Unwägbarkeit nahm Gun gerne in Kauf. Die Briefe gingen an die führenden Hotels in San Francisco, an die schwedische Handelsvertretung sowie einige Postämter postlagernd. Der Inhalt des Briefes hätte auch auf einer Postkarte Platz gefunden. Vorzügliche Grüße Dir Maybritt von Gunnar und Hjalmar. Als Absender hatte Gunnar seinen Namen und den Namen des Schiffes angegeben, wobei er dem Namen Mercedes ein vormals Marie-Louise der Klewen-Lines hinzufügte. Zur großen Verwunderung des Kapitäns musterte sein zweiter Steuermann in San-Francisco gleich nach Einlaufen überraschend ab. Noch am selben Tag heuerte Gun bei einem Robbenfänger als Matrose an, der am selben Tag die Bucht von San Francisco in Richtung Aleuten verließ. Gun nannte sich fortan Gunvald Hjalmarvenn. Einige Jahre später übernahm Gunvald Hjalmarvenn als Teilhaber das Kommando eines Flußdampfers auf dem Yukon River. Im Zuge des Goldrausches verdienten Gunvald Hjalmarvenn und seine Teilhaber ein Vermögen. Den Rest seiner Tage verbrachte Gunvald unter Palmen auf Hawaii. Gunvald war bei den führenden Dedektivfirmen ein geschätzer Kunde. Mehrere Jahre lang waren in seinem Auftrag Leute unterwegs um diesen Hjalmar von Klewen ausfindig zu machen. Doch die Spur verlor sich in Hong Kong. In seinen letzten Lebensjahren begab Gunvald sich noch jeden Tag in den Hafen um bei den neu eingelaufenen Schiffen laut nach einem Hjalmar von Klewen zu rufen. Nur seinem Reichtum hatte Gunvald es wohl zu verdanken daß niemand sich traute an seinem Verhalten Anstoß zu nehmen. Nur die Gassenjungen äfften sein Rufen nach wo immer sie seiner gewahr wurden. Manch Ortsfremder war sogar der Meinung der Alte Mann in dem Automobil wäre Hjalmar von Klewen. Maybritt von Klewen erhielt gleich drei der ihr zugedachten Sendungen. Sie ahnte sofort was diese Zeilen zu bedeuten hatten. Sie zerrte Frederik auf das gemeinsame Hotelzimmer und öffnete seine Hose. Ihre erste Erleichterung darüber daß der Hodensack des Jungen keine Verletzung aufwies wandelte sich jedoch zu blankem Entsetzen, nachdem sie nach den Hoden des Jungen getastet hatten. Ihre Hände begannen zitternd das schlaffe Glied des Sohnes zuerst zärtlich dann immer hysterischer zu wichsen. Aber das Glied blieb klein und würde wohl niemals in der Lage sein den Namen derer von Klewen in eine Zukunft zu tragen. Maybritt von Klewen die in ihrem Innersten fremde Männer verabscheute, versuchte noch einige Jahre vergeblich sich von wechselnden Männerbekanntschaften schwängern zu lassen. Mehr als eine Fehlgeburt, Läuse und einige ansteckende Krankheiten waren nicht dabei herausgekommen. Sie starb in einer schäbigen Absteige im Hafenviertel. Frederik verdingte sich mit den einzigen Fähigkeiten die er in seinem Leben erlangt hatte: Er konnte leidlich Piano spielen und er war zudem seefest. So reiste er schon als Jugendlicher als Pianoman auf verschiedenen Schiffen zwischen Amerika und Europa, zwischen Europa und dem fernen Osten und auf verschiedenen Flußdampfern innerhalb der Staaten. Frederik wußte nicht daß er in einer Spelunke in Macao den Mann kennen lernte, der Hjalmar hieß. Er wußte auch nicht daß der Kapitän der Dawson City, auf der er auf dem Yukon spielte, der Mann war, der ihm die Aussicht ein Mann zu werden geraubt hatte. Frederik wußte überhaupt sehr wenig über die Verstrickungen deren Opfer er geworden war. Frederik von Klewen starb auf dem Mississippi an Cholera und wurde im Alter von nur 29 Jahren in einer namenlosen Sandbank verscharrt. Seinen Großvater Konsul von Klewen hatte Frederik auch nicht mehr bewußt kennen gelernt. Er konnte sich nicht einmal mehr an den Knall erinnern, der das Haus der Familie an jenem Tag erschütterte, an dem der Prokurist des Unternehmens seinem Großvater
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