Entmenschlicht (the law)


By: Robin Erler

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In einer Zukunft hat der Kampf gegen die Überbevölkerung bizarre Formen angenommen. (the law against overpopulation in the year 2032)


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Entmenschlicht

von Robin Erler (März 2001)

1. Kapitel

„Im Jahre 2032 wurde das Gesetz gegen die Überbevölkerung in Kraft gesetzt“, dozierte der Professor „nachdem jedes Ehepaar nur noch jeweils einen Knaben und ein Mädchen als Nachwuchs haben dürfen. Alle weiteren Kinder müssen bei Vollendung des 13. Lebensjahrs ihre Existenz als Mensch aufgeben.“

Ein Raunen ging durch den Raum, indem sich außer dem Professor für Chirurgie noch 4 Studenten und in einer Ecke 2 junge Knaben befanden. Jedem war bekannt, wie streng das Gesetz gehandhabt wurde.

„Doch schon bald stellten spitzfindige Juristen fest, daß dem Wortlaut nach nur die menschliche Existenz beendet werden muß, die Kinder also nicht zwangsläufig der Entkörperung zugeführt werden müssen. So erweiterte man das Gesetz um einen Paragraphen, der genau festlegte, was unter Entmenschlichung zu verstehen ist. Wie lauten die 4 Bedingungen für die Entmenschlichung?“ die Frage ging an die Studenten.

„Sie müssen sterilisiert werden.“

„Und sie dürfen nicht mehr sprechen und schreiben können.“ sprudelte es aus den beiden Studentinnen.

„Die Entmenschlichten werden von ihren bisherigen Familien getrennt“, sagte der etwas größere Student, und nach einem kurzen Zögern und einem scharfen Blick des Professors fuhr der zweite fort: „Sie müssen von jedem sofort als entmenschlicht zu erkennen sein, indem ihre Körperhaltung einem Tier nachgebildet wird. Im Zweifelsfall ist eine besondere Kennzeichnung anzubringen.“

„Gut“, sprach der Professor zufrieden und ging zu den beiden Knaben, die nackt auf einem Schemel hockten. Der eine hatte helle Haut, blonde Haare, einen muskulösen Hintern, war hoch gewachsen und schlank. Die Haut des anderen Jungen war braun von einer Farbe wie frisch aufgegossener Kakao, die Augen leuchteten dunkel. Er war etwas kleiner aber von kräftiger Gestalt. Sein Körper aber völlig ohne Haare, weder um die Genitalien noch auf dem Kopf.

„Hier haben wir zwei Buben im Alter von 12 Jahren, bei denen nun die Entmenschlichung ansteht. Die Operationen sind für heute Nachmittag angesetzt. Sie haben hierbei Gelegenheit, das Erlernte und die Übungen im Simulator nun am lebenden Körper umzusetzen.

Bei Joe, dem kleineren mit der braunen Haut, haben die Kollegen von der Dermatologie bereits alle Haare permanent entfernt. Sie bedienten sich dabei einem neuen Verfahren, das aus einer Mischung aus Ernährungszusätzen und einer Laserbehandlung in Verbindung mit speziellen Wirkstoffen, die auf die Haut aufgetragen werden, besteht. Hierbei werden auch die Haarwurzeln zerstört, die zur Zeit nicht aktiv sind. Ihm wird also nie mehr ein Haar wachsen. Dies ist ein spezieller Wunsch seiner neuen Besitzerin, ebenso wie ihm die vorderen Zähne entfernt werden sollen.

Damit er nicht mehr sprechen und schreiben kann haben wir gestern zusammen mit den Neurologen festgestellt, in welcher Hirnregion das Sprachzentrum ist. Unsere Aufgabe wird sein, in einem kleinen Lasereingriff dieses Sprachzentrum zu zerstören. Er soll nur sterilisiert, nicht kastriert werden.

„Waldemar“, der Professor deutete auf den großen, hellhäutigen Jungen „wurde von seinen Eltern als Hund verkauft. Wir werden die entsprechenden Veränderung an seinem Körper vornehmen, so daß er zukünftig auf allen Vieren laufen wird. Sein neuer Besitzer wünschte sich für ihn die totale Entfernung der äußeren Geschlechtsmerkmale. Wir werden ihn also kastrieren, die Penectomie durchführen und die Brustwarzen abnehmen. Dann sollen wir ihm noch die Ohren kupieren.“

„Warum sollte sich jemand einen Entmenschlichten nehmen und nicht einen richtigen Hund?“ fragte der schüchterne Student.

„Oh, das hat wohl in erster Linie sexuelle Gründe“, antwortete der Professor. „Immer mehr Menschen leben alleine. Ein entmenschlichter gibt ihnen die Gelegenheit, trotzdem ihre sexuellen Bedürfnisse zu befriedigen. Da es genetisch kein Tier ist mit dem er oder sie kopuliert handelt es sich nicht um Sodomie. Es ist aber auch kein Sex mit Kindern da es sich rechtlich nicht mehr um einen Menschen handelt. Schwule Männer lassen ihr zukünftiges Haustier gerne kastrieren da es dadurch länger jugendlich wirkt. Während wir nun in die Mittagspause gehen werden die beiden von den OP-Assistenten Fritz und Schwester Erika vorbereitet. Wir sehen uns wieder um 14.00 Uhr in OP3.“

2. Kapitel

„Ah, da sind Sie ja alle wieder und pünktlich wie ich sehe. Bitte bereiten Sie sich auf ihre erste Operation vor. Hier ist der Waschraum. Beim Anlegen steriler Kleidung wird ihnen geholfen. Durch das Fenster können Sie in OP3 schauen. Die Kollegen der Zahnmedizin sind noch mit Joe beschäftigt. Wie vorhin gesagt werden ihm die vorderen Zähne bis einschließlich der Eckzähne gezogen. Anschließend, werden wir die Hirnoperation durchführen. Also schreiten wir zur Tat.“

Nach etwa 10 Minuten betraten der Professor und seine Studenten den OP. „Sie kommen genau rechtzeitig Herr Kollege“, sagte der Dentist. „Wir haben gerade das Zähneziehen geübt. War für die meisten eine neue Erfahrung zu fühlen wie das ist, wenn der Zahn des Patienten zuerst noch Widerstand leistet und dann mit einem Ruck herauskommt. Und wann kann man schon so schöne Zähne ziehen. Normalerweise haben wir es nur mit von Karies oder Unfällen zerstörten Zähnen zu tun.“

Mit einem runzeln der Augenbrauen verabschiedete der Chirurgie-Professor seinen Kollegen und seine Assistenten. „Zuerst benötigen wir eine örtliche Betäubung etwa hier“, er legte auf den Kopf von Joe eine Schablone, auf der genau Markiert war, wo der Einschnitt in die Kopfhaut erfolgen soll. „Wer setzt die Spritze?“

„Bis die Betäubung wirkt legen wir den Fixierer am Kopf an und überprüfen den Computer, der nachher das Loch durch den Schädelknochen bohren und den Laser führen wird.“ Joes Kopf wurde auf die Seite gelegt und eine vorbereitete Stellage befestigt. Jeden seiner Kommilitonen ließ er den genauen Sitz überprüfen, ebenso die Programmierung des Computers.

„So, jetzt ist es so weit. Herr Ebstein“, der große Student trat heran „hier das Skalpell.“

Durch die Übungen im Simulator schon recht routiniert schnitt er durch die Kopfhaut und zog diese mit Klammern auseinander. Die Maschine begann nun, das kleine Loch durch den Knochen zu bohren. Langsam und exakt um nicht das Hirn zu beschädigen.

„Auch wenn der Computer die Maschine führt, die mit allen Daten aus der gestrigen Untersuchung gefüttert ist, muß der Vorgang ständig überwacht werden, um bei Gefahr eingreifen zu können. Außerdem müssen wir den Erfolg unseres Eingriffs überwachen. Joe, wieviel ist 2 mal 3?“ richtete der Professor das Wort schließlich an den Jungen.

„6“ antwortete dieser.

„Richtig.“, sprach der Professor, und zu den Studenten gewandt „und nun der dritte Schritt, der Laser.“ Vollautomatisch senkte sich ein langer, dünner Stab in die zuvor gebohrte Öffnung. Plötzlich roch es leicht nach verbranntem Fleisch. Dann wurde der Stab wieder zurückgezogen.

„Bevor wir wieder schließen überprüfen wir erst den Erfolg. Joe, wieviel ist 3 mal 2?“

„Hamanannajablesessssssshmmm“

„Bewege deine Beine“

„Hmmmmmmmmrmmmmmmmmm“

„Wie sie sehen kann er weder sprechen, noch versteht er was wir sagen. Nach einigen Übungen gehorcht er seiner neuen Besitzerin. Und nun können wir zumachen.“

Das Loch im Schädel wurde mit einer Knochenmasse geschlossen und die Haut verschweißt. „Ein kleines Pflaster drauf und seine Besitzerin kann ihn mitnehmen. Nun gehen wir nach nebenan zur großen Operation an Waldemar“, sprach der Professor, nachdem das Gestell von Joes Kopf entfernt war.

3. Kapitel

Nach dem Wechseln der Handschuhe traten der Professor und seine 4 Studenten in OP2. Auf dem Tisch lag Waldemar bereits in Narkose. Die Operations-Assistenten warteten schon. „Alles klar. Puls und Blutdruck in Ordnung“, gab der Narkosearzt unaufgefordert Auskunft.

„Welche Veränderungen an seinem Körper sind nötig? Er soll als Hund weiterleben. Nun für den Gang auf allen Vieren stören die Finger. Diese werden wir zuerst amputieren. Damit ist auch gleich das Problem mit dem schreiben können gelöst. Mit dem Hinterlauf auf den Zehenspitzen zu gehen ist kaum möglich und würde schnell zu Schäden an der Wirbelsäule führen. Beim Gehen auf den Knien stören die Füße und die Unterschenkel . Diese werden als nächstes entfernt. Wir drehen die Kniescheibe dabei so, daß sie als Lauffläche dient. Als nächstes kommt die Entfernung der Genitalien und der Brustwarzen dran. Unsere Studentin Irene freut sich, glaube ich, schon darauf. Zum Schuß werden noch die Ohren gekürzt und, damit er nicht mehr sprechen kann, einige Nerven an seiner Zunge gelähmt. Es kann sein, daß er dadurch etwas sabbert, was ein Hund ja auch tut“, nach dieser Einleitung des Professors begannen Sie, die besprochenen Veränderungen am Körper des 12-jährigen, blonden Jungen durchzuführen.

Jeder Student war für einen anderen Teil zuständig. So schnitten die beiden männlichen Studenten das Fleisch um die Fingerwurzeln rundum auf, durchtrennten die Sehnen und entfernten die obersten drei Fingerglieder bis zum Gelenk. Ein Finger nach dem anderen fiel in einen Behälter. An den Daumen wurden nur die beiden vordersten Glieder abgeschnitten. Zurück blieben zwei Handflächen. Die offenen Stellen wurden nachgeformt und die Haut verschweißt. Die Stellen würden in den nächsten Tagen etwas anschwellen. Später wird es aussehen, als ob niemals Finger an den Tatzen waren.

Genauso schnitten sie unterhalb des rechten Knies bis zum Knochen ein. Die Sehnen wurden im Unterschenkel gekappt und die Knochen aus der Kniescheibe entfernt. Die Kniescheibe rutschte nach unten wo sie mit einigen der Sehnen verbunden wurden. Das Fleisch wurde geformt und verschweißt. Das linke Bein folgte in gleicher Weise.

„Jetzt entfernen wir die Brustwarzen. Statt dessen setzen wir ein rundes Hautstück aus den entfernten Unterschenkeln ein. Es wird später so aussehen, als habe er nie Brustwarzen gehabt.“

Jetzt waren die Studentinnen an der Reihe. Um den Hof der Brustwarzen schnitten sie mit einem Skalpell ein. Mithilfe eines Schabmessers wurden vorsichtig die Brustwarzen abgehoben. Aus den amputierten Unterschenkeln schnitten sie ein gleich großes Stück Haut heraus, legten es auf die Wunde und verschweißten es mit dem umliegenden Gewebe.

„Saubere Arbeit“, lobte der Professor „und nun dürft ihr ihm die Männlichkeit wegmachen.“

Sichtlich begeistert begannen die beiden jungen Frauen, den Hodensack rundum zu öffnen. Mit zwei schnellen Schnitten durchtrennten sie die Samenleiter. Die Hoden und auch der Sack legten Sie in die Schale zu den Fingern. Der Penis wurde nun komplett entfernt, also auch der Teil, der im Körper zwischen den Beinen für den richtigen Stand sorgen soll. Der Harnleiter wurde dadurch zwischen die Beine verlegt. Nach dem verschweißen der Haut erinnerte nichts mehr an männliche Genitalien.

„Mein kleiner Eunuch“, sprach Irene fast liebevoll.

„Vorsicht bei den Ohren“, sprach der Professor „wenn sie die Hauptader treffen gibt es eine riesen Sauerei.“

Mit viel Gefühl führten die beiden Studentinnen das Skalpell von oben nach unten und trennten die Ohrmuschel ab, so daß nur ein kleiner Stumpf zurückblieb. Zwei kleine Schnitte noch und auch die Zäpfchen vorne fielen in die Schale.

„Jetzt müssen wir noch in den Mund“, sprach der Professor worauf der Narkosearzt die Atemmaske abnahm, jedoch darauf achtete, daß sein Patient noch durch einen Schlauch in der Nase Luft bekam. Mit einem spitzen Gerät an dessen Ende sich ein Laser befand zeigte der Professor, wie man die entsprechenden Nerven durchtrennen mußte.

„Alles gut verlaufen. Er kann in den Aufwachraum. Wenn die Verschweißungen normal heilen kann der zukünftige Besitzer seinen Waldi in 5 Tagen mit nach Hause nehmen.“



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