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Es ist ein warmer Sommermorgen. Der Herr des Hauses, Yuri, öffnet sein Fester zum Garten. Der Balkon im ersten Stock lässt einen hervorragenden Blick auf das Feld hinters Haus zu.
Pedro, sind die drei Ponys bereit? Ja Sir, alle sind bereit und weiterhin betäubt. Der werte Doktor Easton ist mit Herrn Blurcast soeben eingetroffen. Ich nehme mal an, die Teile werden sie auch dabei haben. Der Hausherr über diese Villa ist Großgrundbesitzer im Westen der ehemaligen USA. Da aktuell ein neuer Krieg an der Ostküste herrscht, werden Rohstoffe wie Öl, Benzin oder Stahl knapp, von Ersatzteilen für Maschinen ganz zu schweigen. Der gewitzte Geschäftsmann nimmt also das, was grundsätzlich vorhanden ist und nach wächst: Sklaven. Ehemalige Soldaten, die unehrenhaft gekämpft haben, Kriegsgefangene oder einfach Soldaten, die zur falschen Zeit in der falschen Kompanie gedient haben. Nun sind drei von letztgenannten im Keller der Villa untergebracht. Seit mehreren Monaten bereits arbeitet man an ihnen, der Chirurg Doktor Easton und sein Freund, der Mikrobiologe Blurcast. Allen dreien wurden bereits kurz nach Beginn ihres Daseins im Keller der Villa die Arme bis zu den Schulterblättern abgenommen und konserviert. Sie können im Zweifelsfall, sollten sie nochmal an der Front gebraucht werden, kurzfristig eingesteckt und vernäht werden. Die Chirurgie und Heilungstechnik hat neben der Kryogenik beachtliche Fortschritte gemacht. Nach einem weiteren Monat hat man zusätzlich die Beine entfernt. Nun war nur noch der Rumpf des Körpers mit Kopf erhalten. Nun war es an der Sache des Herrn Blurcast, diese Extremitäten durch geeignete zu ersetzen. Da der Mensch im Vergleich zum Pferd jedoch keinen Pflug ziehen kann, oder schnell über lange Strecken läuft, wurden im Labor Beine und Hufe gezüchtet. Nun ist es an der Zeit, diese auszuprobieren. Ah, schön Sie zu sehen, Herr Doktor. Wie ich sehe, haben Sie Herrn Blurcast mitgebracht. Und im Gepäck ein paar Geschenke für mich? Allerdings! Wir wollen gleich zur Tat schreiten. Es dürfte bei jedem etwa eine halbe Stunde dauern. Soll ich auch noch das durchführen, was wir vor kurzem besprochen hatten? Ja, gern. Wie gesagt, ich habe da vollstes Vertrauen. Nach 8 Stunden sind der Doktor und der Biologe fertig. Tut mir Leid, es hat leider etwas länger gedauert. Das macht doch nichts, das Ergebnis zählt! Ich denke mal, in einer Woche ist es soweit, dann können wir sie aufwecken? Nein, das können Sie eigentlich schon jetzt. Wir haben alles soweit wie nötig verödet. Sehr gut, dann will ich jetzt auch mein Ergebnis sehen. Die drei gehen zusammen in den Keller zurück, unten wartet schon Pedro, der Adjutant von Yuri. Ihr neues Spielzeug kann übrigens im Stehen schlafen. Die Beine werden niemals taub werden und wie gewünscht wird ihnen schlecht, wenn sie sich hinlegen wollen.Und die andere Spielerei, die Sie noch wollten, ist auch integriert. Der erste wird von den Lebenserhaltungssystemen und dem Tropf abgeklemmt und von Pedro huckepack genommen. Gemeinsam gehen sie alle raus ins Freie, auf das Feld hinterm Haus. Auf dem Gartentisch liegen bereits Trense, Scheuklappen und Geschirr. Nachdem Pedro den Patienten absetzt, dieser steht, wie prognostiziert, weiterhin aufrecht und fällt nicht um, kann er die benannten Teile anbringen.Anschließend erhält Yuri vom Chirurgen ein kleines Gerät, etwa 15 cm lang und 10 cm breit. Wofür ist das? Damit können Sie es aufwecken, schlafen legen, in dem kleinen Monitor darin sehen, was es gerade sieht und andere Spielereien. Ist sicherlich ganz praktisch auf einem Wagen. Also haben Sie nicht wie gewünscht die Stimmbänder entfernt? Nein, das können Sie jetzt über das Gerät unterbinden. Na gut, das ist ja sogar noch besser als erwartet. Dann wollen wir mal. Scheint ja eine einfache Steuerung zu sein. Vielleicht wecke ich es erstmal auf und ah, ich sehe, auch die Option, keine Kontrolle über Extremitäten. Sehr schön. Dann wecke ich jetzt nur, keine Sprache, keine Bewegung. Ein wenig an den Knöpfen herum gespielt und das Pony wacht auf. Schau mich an. So ist es gut. Du bist... Das Pony wird nervös. Der Doktor kommt herüber und drückt auf einen anderen Knopf. Zu viel Adrenalin. Zu Beginn würde ich langsam anfangen. Das Pony wird ruhiger. Wo ist es nur, wer sind diese Leute. An Yuri kann es sich noch erinnern. Es möchte seine Hand heben, aber da ist nichts. Auch seine Beine bewegen sich nicht. Langsam wird es nervös. Ich werde Dir jetzt ein paar Fragen stellen, sagt Yuri zu ihm. Du kannst nur mit Ja und Nein antworten. Einmal stampfen mit der Hufe ist Ja, zweimal ist nein. Hast Du das verstanden? Er drückt ein weiteres Knöpfchen und das Pony kann nur sein rechtes Bein heben. Dabei erblickt es den Huf und wird wieder nervös. Ein Knopf und der Adrenalinspiegel senkt sich erneut, es wird ruhiger. Ein Stampfer... Gut, dann wollen wir weitermachen. Ich bin Dein Herr und Meister. Du wirst mir dienen und alles tun, was ich von Dir verlange. Nun folgen zwei Stampfer. Darf ich? Der Doktor drückt auf einen anderen Knopf: Ein Stromschlag durchzuckt den Körper des Ponys. Du wirst mir gehorchen! Nun folgt ein Stampfer. Sehr gut. Wenn Du Dich hinsetzt, wird Dir schlecht und Du musst Dich übergeben. Du wirst nur im Stehen schlafen. Keine Angst, das machen Deine neuen Beine schon. Wir werden Dich ausbilden, so dass Du auch bald nicht mehr die menschliche Sprache verstehen wirst. Gefällt Dir das? Leider werden es wieder zwei Stampfer, denen der Hausherr einen Stromschlag folgen lässt. Das Pony hat verstanden: ein Stampfer. Der Hausherr ist zufrieden. Gut, dann kommen wir zu Deinem Namen. Wie heißt Du? Eine fiese Frage. Wie soll man mit Ja und Nein auf diese Frage antworten? Nicht möglich, also gibt es zwei Stampfer. Kein Name? Gut, dann werde ich Dir einen geben, der zu Dir passt. Einverstanden? Ein Stampfer... Sehr gut, es lernt dazu. Du bist eine Sache, vergiss das nicht. Wenn ich Dich nicht mehr brauche, werde ich Dich an meine Hunde verfüttern. Und als Sache kann ich an Dir machen, was mir beliebt. Ich werde also in Zukunft noch einige Modifikationen vornehmen oder vornehmen lassen. Da Du eine Sache bist, also kein Mensch, bist Du ein Pony. Akzeptiere das und verhalte Dich entsprechend. Auf Dauer wird Dir sowieso nichts anderes übrig bleiben. Da Du noch zwei weitere Brüder hast, erst einmal, es werden noch viele weitere folgen, werde ich einen Hengst, eine Stute und einen Wallach benötigen. Wenn Du Dich anstrengst, könntest du der Hengst werden, warten wir mal ab. Dann entscheide ich, wer welchen Namen bekommt. Du darfst jetzt auf der Wiese spielen, aber lauf nicht zu weit weg. Sobald Du aus dem Radius des Gerätes läufst, schläfst Du langsam ein. Ist doch korrekt, oder Doktor? Ja, das ist richtig. Und nicht vergessen: Stolpern kann ohne Arme schwere Folgen haben. Deine Nahrung wird ab jetzt nur noch pflanzlich und zu etwa 99% flüssig sein. Hat mehrere Vorteile. Unter anderem ist es mir so leichter, Dich sauber zu halten. Sollte dies allerdings nicht von Erfolg gekrönt sein, wirst Du wohl intravenös ernährt. Und um sicher zu gehen, dass Du nicht ohne meine Erlaubnis abspritzt, wirst Du einen Keuschheitsgürtel erhalten, sobald Pedro mit Dir fertig ist. Wir wollen doch nicht, dass unser hübsches Pony durch nutzlose Haare entstellt wird. Nicht alle werden entfernt, Du brauchst ja auch eine Mähne... außer Du bist die Stute, dann wirst Du keine Haare mehr haben, noch nicht mal Augenbrauen. Grundsätzlich gibt es keine Nassrasuren, nur Komplettentfernungen. Aber wie gesagt, spiele ein wenig auf der Wiese, ich werde Dich nachher einreiten. Und so nimmt Pedro ein Lederhalsband und umschlingt den Hals des Ponys. Anschließend leint er es an und nachdem Yuri dem Pony die Kontrolle über die Beine zurückgegeben hat, trottet es langsam hinter Pedro her. [Zweiter Teil folgt, bitte Anregungen an [email protected] oder bei SecondLife :-)]
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