Neuer Lustknabe
By: ErikTzigane

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Knabe wird einem Lüstling zugeführt,der seine Lieblinge kastrieren läßt.


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Zwei Gauner verkaufen einen Dieb an den Herrn des Einen

Seit einigen Wochen war der Junge ihm im Bad aufgefallen. Er streunte scheinbar ziellos umher, ließ wohl hie und da fremdes Eigentum mitgehen und einige Beobachtungen deuteten darauf hin, daß er sich von einem Badegast mitnehmen ließ, wenn die Bezahlung stimmte. Er war etwa dreizehn Jahre alt, hellhäutig, blond und für sein Alter recht kräftig gebaut. Gajus fand ihn süß, was aber nicht viel zu sagen hatte. Er fand fast jeden Jungen süß, wenn er unter 15 war.

Gajus war ein seltsamer Vogel. Ein gutgestellter Bürger, der im Bad erotische Abenteuer suchte, sich aber meist feige zurückzog, wenn es darauf ankam. Seine Freundschaft mit Bromius, einem Diener im Hause des Lykurg, hatte nur das eine Ziel. Er hoffte, über ihn an die Knaben heranzukommen, denen er sich selbst nicht zu nähern traute.

Bromius fand ihn in seiner Unbeholfenheit sympathisch. Außerdem konnte es nicht schaden, einen Freund außerhalb des Lykurg'schen Bannkreises zu haben. Er gehörte dem Hause an, seit er sich erinnern konnte. Es hieß, seine Mutter hätte ihn an den Getreidehändler verkauft, als er gerade mal sechs Jahre alt war. Lykurg machte ihn zu seinem Bettgenossen, entließ ihn aber bald, da er kein Ausbund an Schönheit war. Da sein Herr jeden Knaben kastrieren ließ, auf den er sein Auge geworfen hatte, war auch er nicht von diesem Los verschont geblieben. Jetzt diente er schon viele Jahre und das Verhältnis zu Lykurg konnte fast freundschaftlich genannt werden.

Bromius hatte die Aufgabe, ihm neue Knaben zuzuführen. Meist Jungen vom Lande, die etwas zu Essen und eine Unterkunft suchten und beides in Lykurg's Palast fanden. Daß sie dem Herrn als Gegenleistung sexuell gefügig zu sein hatten war den meisten bewußt. Nur wenige entzogen sich dieser Pflicht und wurden entsprechend ins Freie befördert. Das Bad war ein idealer Ort, um nach neuen Jungen Ausschau zu halten.

Es war Zeit, dem fremden Jungen eine Falle zu stellen. Bromius legte seine Tasche an eine abgelegene Stelle aus, zog sich zurück und wartete. Die offenbar herrenlose Tasche verlockte, wie geplant, den Streuner. Er beugte sich gerade darüber um den Inhalt zu untersuchen als Bromius ihn entrüstet emporzerrte.

'Du kleines Miststück - wagst es, mich zu bestehlen?'

Der Junge wirkte nicht gerade beschämt. Er zuckte die Achseln und blickte hochmütig an Bromius hinab.

Offenbar hatte er seine Erfahrungen gemacht. Ein Sklave, zudem ein Eunuch, konnte ihm wohl kaum gefährlich werden. So dachte er. Doch Bromius schämte sich längst nicht mehr für seine Lage.

'Ich melde dich dem Präfekten und du kannst dir ein hübsches Bündel Peitschenhiebe abholen!'

Jetzt wurde der Junge nachdenklich. Zwar verachtete er den alten Eunuchen, der offenbar die Absicht hatte, ihn zu vernaschen, aber auf eine Konfrontation mit ungewissem Ausgang wollte er es nicht ankommen lassen. Deshalb willigte er in den Vorschlag ein, die Angelegenheit in Ruhe zu bereden.

Daß er sich unerwartet zwei Männern gegenüber fand passte ihm nicht in den Kram. Gajus, der andere Mann, war ihm bereits früher aufgefallen. Der Ärmste hatte versucht, mit ihm zu flirten, war aber so ungeschickt, daß er sich nicht darauf einließ. Ausgerechnet dieser Niete wurde er jetzt vorgeführt.

'Na, mein Süßer, wir kennen uns ja. Hat Bromius dir schon gezeigt, wo es langgeht?'

Der Mann starrte hingerissen auf den Jungen, der seinen Blick frech erwiderte. Bromius registrierte belustigt den Zustand seines Freundes. Niemals würde er selber sich bei einem hübschen Knaben dermaßen vergessen. Er hatte schon so viele gesehen, die Lykurgs Palast wütend betraten und als folgsame Lustknaben endeten. Auch diesen Jungen würde sein Herr zurecht stutzen.

Gajus aber war begeistert, als hätte er nie zuvor einen Knaben gesehen.

'Welch ein süßer Hintern!'

'Wenn du dem netten Herrn hier die Beine breit machst, vergessen wir die Sache. Einverstanden?'

Es wäre vorteilhaft gewesen, dies Angebot anzunehmen, doch der Junge konnte sich mit Gajus' schwächlicher, hinterhältiger Art nicht anfreunden und fand immer neue Ausflüchte.

Schließlich nahm Bromius, dem eine ausgezeichnete Idee gekommen war, Gajus beiseite.

'Wie wäre es, wenn wir den Jungen an meinen Herrn verkaufen. Wir machen halbehalbe.'

'Aber es ist doch kein Sklave.'

'Na und? Lykurg sieht nur den hübschen Bengel und fragt nicht viel.'

'Komm, Kleiner. Heute ist dein Glückstag. Wir lassen dich ziehen und ich besorge dir sogar eine Unterkunft.'

Auf die Unterkunft hätte der Junge zwar gerne verzichtet, aber er war froh, nicht weiter belästigt zu werden.

2

'Im Bad aufgegabelt. Ein wirklich netter Junge. Sie sollten sich für ihn interessieren.'

Lykurg betrachete den Jungen, den sein Sklave angeschleppt hatte. Blond, helle Haut, schlank, und vor allem blutjung. Bromius wußte, womit er ihm eine Freude machen konnte.

'Sag dem Jungen, er soll zeigen, was er zu bieten hat.'

Jetzt zeigte es sich, daß der Knabe einige Erfahrungen besaß, denn er streckte Lykurg ohne Umstände seinen Hintern entgegen. Doch er hatte nicht damit gerechnet, daß der Herr ihm zwischen die Schenkel griff und sein Gehänge prüfend in die Hand nahm.

'Ich bin nicht abgeneigt. Der Junge hat das richtige Alter. Wieviel muß ich für ihn zahlen?'

Sie wurden sich bald einig. Der Junge beteuerte zwar, daß er kein Sklave sei. Aber was bedeutete das schon. Auf Bromius war Verlaß. Er nahm das Geld in Empfang und schleppte den empörten Knaben in eine Kammer.

Wenn der geschäftliche Teil der Angelegenheit erledigt war würde er sich ausführlich um den Jungen kümmern müssen.

(wird fortgesetzt)



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