Der Maharadscha von Radwaha - Teil 2 - German
By: Mirror

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Ewan bekommt die Chance, sein bestes Stück zu behalten. Ob er das schaffen wird?


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Geweckt wurde Ewan durch ein sachtes Rütteln. Er gab kurz einen undefinierbaren Laut von sich und schlug die Augen auf. Eine der Dienerinnen stand an seinem Bett, zog aber die Hand zurück, als sie sah, dass er wach war.

»Sahib, es ist Zeit aufzustehen. Seine Majestät wartet.«

Ewan gähnte hinter vorgehaltener Hand und stieg aus dem Bett. Die Dienerin schien sich nicht an seiner Nacktheit zu stören, sondern blieb ganz ruhig stehen.

»Euer Gewand werdet Ihr nicht brauchen«, sagte sie. »Der Maharadscha wünscht, dass ihr nackt erscheint.«

Der Junge seufzte, nickte aber langsam. Anscheinend war der Herrscher ein anderer Junge, als es zunächst den Anschein gehabt hatte. Er folgte der Dienerin durch den Palast.

»Ich kenne Euch«, sagte er dabei. »Ihr ward auch gestern im Bad, nicht wahr?«

»Das ist richtig, Sahib.«

»Wie ist Euer Name?«, fragte er neugierig.

Sie lächelte kurz, ganz so, als würde sie mehr wissen als er.

»Das ist nicht wichtig. Ich bin eine Sklavin seiner Majestät. Mein Name spielt keine Rolle mehr.«

»Aber Ihr habt doch einen Namen, oder?«

»Jagrati, Sahib.«

»Ein schöner Name.«

»Hier hinein bitte«, sagte sie und deutete auf eine Tür.

Der Saal war mit Ausnahme von einigen starren Wachen und Dienerinnen leer. Ansonsten stand nur der Maharadscha in der Mitte des Raumes und schenkte dem Jungen ein Lächeln, als dieser näher kam.

»Ah, Ewan«, sagte er. »Ich hoffe doch, du hattest eine gute Nacht.«

»Ja«, sagte er. »Vielen Dank.«

Das war eine glatte Lüge. Er hatte die halbe Nacht nicht schlafen können in Anbetracht der Ereignisse, die heute stattfinden würden. Er hatte sogar an dem Fenster gestanden und überlegt, ob sich eine Flucht lohnen würde.

»Bitte stelle dich dort hin«, sagte der Herrscher und deutete auf die Wand.

Ewan nickte knapp und folgte dem Befehl. Während er das tat, wurde ihm bewusst, dass der Maharadscha eben dazu übergegangen war, ihn zu duzen. Das war bestimmt kein gutes Zeichen. Er atmete leise durch und stellte sich dann an die freie Wand. Er kam sich etwas seltsam vor, wie er dort nackt vor allen stand. Aber die Wachen schienen ihn gar nicht zu beachten. Sie schauten nur stur geradeaus.

Der Maharadscha gab ein kurzes Handzeichen, woraufhin wohl sein bisheriger Sklave hineinkam. Es war ebenfalls ein Junge in seinem Alter. Er war dunkelhäutig, war selbst auf dem Kopf glatt rasiert und trug einen roten Lendenschurz. Ewan stöhnte innerlich auf, hatte sogar Mühe nicht sofort den Mut zu verlieren. Obwohl der Lendenschurz eigentlich einiges bedeckte, konnte man unten deutlich einen Teil seines Geschlechts rausschauen sehen. Es war wohl kein Wunder, dass dieser Jugendliche der bisherige Sexsklave des Maharadschas gewesen war.

Auf Geheiß des Herrschers entkleidete sich der Schwarze und stellte sich neben Ewan. Ein weiteres Mal gab es ein Zeichen des Regenten und zwei Dienerinnen traten heran und begannen die beiden Jugendlichen langsam mit den Händen zu befriedigen. Es brauchte nicht sonderlich lange, bis beide steif genug waren. Die Entscheidung fiel dem Gebieter nicht sehr schwer. Ewan warf einen Blick auf seinen Konkurrenten und wusste, dass er aufgeben konnte. Gegen dessen Geschlecht wirkte seine eigene Männlichkeit fast schon mickrig.

Er hatte verloren.

Sein Frühstück kam ihm danach wie die reinste Henkersmahlzeit vor. Es schmeckte zwar so gut wie immer, aber trotzdem bekam Ewan nur schwerlich etwas herunter. Der Maharadscha hatte es ganz deutlich angekündigt. Er würde hiernach sofort entmannt werden. Aus war der Traum. Man würde ihm sein Geschlecht einfach wegnehmen. Der Gedanke ließ ihn am ganzen Körper erzittern. Er konnte sich ein Leben ohne seinen Penis und ohne seine beiden Hoden einfach nicht vorstellen. Er würde niemals mehr in den Genuss kommen, sich selbst zu befriedigen. Niemals würde er den Sex mit einer Frau erfahren können. Selbst wenn er es schaffen würde, den Palast zu verlassen, würde er danach vermutlich noch nicht einmal eine Beziehung aufbauen können. Welche Frau, welches Mädchen interessierte sich schon für einen Eunuchen? Für einen Mann, der keiner mehr war?

Ewan spürte, wie seine Halsschlagader pumpte. Er versuchte ruhig durchzuatmen. Die Wachen, die bewegungslos an der Tür verharrten, erstickten seine Gedanken an eine Flucht im Keim. Er würde es niemals mit ihnen aufnehmen können.

Nach dem Frühstück wurde er zurück in den Saal begleitet, wo noch zuvor der Vergleich stattgefunden hatte. Inzwischen hatte man in der Mitte des Raumes eine Liege aufgestellt. Auch waren nicht mehr so viele Wachen und Diener wie noch zuvor anwesend. Einer der männlichen Diener oder Sklaven kam auf ihn zu.

»Sahib«, sagte dieser. »Ihr erlaubt?«

Der Mann hielt ein kleines Blatt einer Pflanze in der Hand. Ewan verstand nicht ganz, wehrte sich aber nicht, als dieser nun seinen Mund vorsichtig aufdrückte und ihm ein paar Tropfen aus der Pflanze ausdrückte, die auf seiner Zunge landeten. Es begann zu kribbeln und der Mann entfernte sich. Das betäubte Gefühl auf der Zunge breitete sich rasch aus. Zunächst wurden seine Arme schlaff, dann spürte er, wie seine Beine nachgaben. Mit einem erstickten Stöhnen brach er zusammen. Noch ehe er den Boden berührte, fingen ihn zwei Diener auf und schleiften ihn zur Liege, wo sie ihn auf den Rücken legten.

Ewan bemerkte etwas seltsames. Er verlor das Bewusstsein nicht. Obwohl keines seiner Glieder ihm mehr gehorchte, er den Mund nicht öffnen und sich nicht mehr ausdrücken konnte, war er weiterhin bei vollem Bewusstsein. Er konnte seine Augen noch etwas bewegen, konnte atmen. Damit hörte es aber auf. Ob er Schmerz spüren würde?

Nach ein paar Minuten konnte er sehen, wie der Maharadscha sich über ihn beugte.

»Ich werde dich persönlich von deinen Lasten befreien«, sagte er dem betäubten Jungen. »Keine Sorge. Es wird zwar wehtun, aber man wird sich gut um deine Wunden kümmern. Mein Arzt ist ein Experte.«

Er bekam anscheinend etwas gereicht und zeigte dem hilflosen Ewan dann ein scharfes, leicht gekrümmtes Messer.

»Nun gut. Beginnen wir.«

Er ging außer Sichtweite von Ewan, der weiterhin nur die Decke anstarren konnte. Plötzlich spürte er einen stechenden Schmerz, als die Klinge in sein Fleisch gedrückt wurde. Er hätte geschrien, wenn er dazu in der Lage gewesen wäre. Aber so hatte er keine Wahl als einfach nur stumm alles mit sich machen zu lassen. Gefangen im eigenen Körper. Der Schmerz nahm zu, wurde schrecklich intensiv. Trotz des Mittels, das man ihm gegeben hatte, spürte er genau, wie die Klinge durch seinen Penisschaft schnitt. Es war ein schreckliches Gefühl. Man schnitt ihm bei lebendigem Leib sein Glied ab.

Das Geräusch von etwas, das auf Metall klatschte ertönte. Er hörte, wie wohl eine Metallschale beiseite geschoben wurde. War das sein Penis gewesen? Er fühlte etwas warmes an seinem Unterleib. Blut?

Dann wieder ein Schmerz. Dieses Mal tiefer. Offensichtlich schnitt man ihm nun an seinen Hoden herum. Durchtrennte schmerzhaft Faser für Faser. Der Klinge machte es nichts aus, dass Ewan stumm schreckliche Qualen durchlebte. Es schnitt weiter durch Haut, durch Fleisch und Blut. Der Schmerz wurde noch stärker, wurde zu einer Folter. Und noch immer das Gefühl von seinem Blut. Er spürte, wie ihm schwindelig wurde. Er kannte dieses unangenehme Gefühl, kurz bevor das Blut aus seinem Kopf weichen und ihn ohnmächtig lassen würde. Es war schrecklich. Und er konnte nicht einmal etwas machen. Nicht um Hilfe schreien, sich nicht wehren, nichts. Er war fast froh, als er endlich das Bewusstsein verlor. Es war einfach alles zu viel für ihn.


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