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Es war einfach aufregend. Ich war zum ersten Mal auf großer Reise! Das hätte ich nie erwartet! Wir reisten mit dem Schiff nach Tyros, und von dort weiter nach Palmyra, um Vacas Sabbai, den Kunden, der Patroclus kaufen würde, zu besuchen.
Das war natürlich kein Freundschaftsbesuch. Vacas hatte Rom besucht, um den zukünftigen Schlafzimmereunuchen seiner Tochter zu begutachten und war dabei auf mich gestoßen. Er hatte mit blumigen Worten meinem Herrn für solche Sklaven wie Patroclus, Bardia und mich gratuliert und hatte mich für ein magisches Experiment mieten wollen, das er jedoch nur in seiner Wirkungsstätte bei Palmyra durchführen konnte. Als mein Herr fragte, ob es nicht ein anderer Sklave sein konnte, hatte er abgelehnt: Vacas war Zauberer und hatte Besonderes in mir gespürt. Nachdem Vacas (unter der persönlichen Aufsicht meines Herrn) mich gründlich ausgefragt hatte, hatte er entschieden, das das Experiment nur mit mir klappen könne und mit sonst niemandem, ob frei oder versklavt. Die Verhandlungen über meinen Mietpreis, der sich wegen der langen Reisedauer in geradezu unglaublichen Summen bewegen musste, waren langwierig gewesen, denn Vacas Sabbai machte dem Ruf, dass die Orientalen und Araber harte Feilscher wären, alle Ehre. Am Schluss musste er aber zugeben, dass er in Lucius Cilio Probus seinen Meister gefunden habe und dass er nie gedacht hätte, dass auch Römer so gut feilschen konnten. Vacas war zurück gereist, und ich reiste ihm nun nach. Ich wurde von Quintus, dem ältesten legitimen Sohn meines Herrn, begleitet und bewacht. Er würde meinen Vater vertreten mit allen nötigen Befugnissen. Obwohl er den Grund, warum man Sklaven gut behandeln sollte, wohl verstanden hatte, war er mit dem Herz nicht wirklich dabei. Quintus würde mich erben, aber er würde sicher ein schwierigerer Herr werden, als es mein geliebter Lucius war. Dass er mein Halbbruder war, wusste er nicht, und es wäre ihm wohl auch gleichgültig. Ich war für ihn bewegliches Hausgut, wie ein Möbelstück oder besser wie Vieh, das man anständig füttern musste, damit es Milch und Wolle gab. Dass er sexuell an mir nicht interessiert war, empfand ich als angenehm, denn ich musste mich ihm nicht hingeben und nur für meine täglichen Ejakulationen sorgen. Manche Seemänner und eine Passagierin waren allerdings an mir interessiert, aber als sie den Preis hörten, den Quintus für meine Dienste verlangte, verging ihnen die Lust. Ich war eben keine gewöhnliche Hure, die man um ein As oder zwei haben konnte. Wir kamen in Tyros an und reisten nach Palmyra weiter. Meine neue Kleidung, die kurze Jacke mit nur dem Lendentuch, erregte Aufmerksamkeit. Quintus hätte mich am liebsten in eine einfache Tunika gesteckt, wie ich sie früher getragen hatte, aber auch er konnte den Befehl meines Herrn und seines Vaters nicht ignorieren, wie ich mich zu kleiden hatte. Mein Herr hatte jedoch dafür gesorgt, dass die Stoffe von außergewöhnlicher Qualität waren: Die Jacke, wenn auch abgerissen aussehend, bestand aus bestem Leinen, und das Lendentuch war aus feinster Seide, was sehr, sehr angenehm auf meiner Haut und meinem Geschlecht war. Alles in allem war die Kombination aus einem schönen Körper, dem ärmlich aussehenden Schnitt und den kostbaren Stoffen perfekt. Ich sah hinreißend aus. Wir kamen in Vacas Villa an. Sie war nicht wie römische Villen gebaut, aber das konnte man ohnehin nicht erwarten, denn wir waren schließlich in Syrien und nicht in Italien. Aber sie hatte alles, was man brauchte. Ungewöhnlich war der hohe Turm. Vacas empfing uns überschwänglich. Will heißen, er empfing Quintus. Ich wurde regelrecht abgestellt, aber das war für Sklaven normal, also fand ich nichts dabei. Sie ließen mich stundenlang stehen. Endlich kam ein Haussklave des Vacas, um mich zu holen. In dem Raum, wo sich die beiden Herren befanden, angekommen, warf sich mein Standesgenosse auf den Boden, und sprach ängstlich viele Silben in schneller Folge. Ich hingegen stand nach der Manier römischer Sklaven mit hinten verschränkten Händen, leicht gespreizten Beinen und gesenktem Kopf da. Das Zimmer war ein Triclinum nach römischer Art: Drei Liegen um einen Tisch waren die wesentliche Möblierung. Auf einer lag Vacas, auf eine anderen Quintus, und er war ziemlich betrunken. Vacas hingegen schien mir nüchtern zu sein. »Davus! Setz dich her, Junge!« Ich setzte mich auf die dritte Liege. »Junge, weißt du, was Vacas vor hat?« »Nein, junger Herr, das weiß ich nicht.« Ich setzte mich, hatte jedoch meine Hände in die Schoß gelegt und meinen Kopf immer noch gebeugt. Vacas, der ein großer Zauberer ist, will einen Zentauren machen. Soll heißen hicks! du sollst ihn zeugen! Was sagst du dazu?« Ich schwieg, denn es schwirrten so viele Gedanken auf einmal durch meinen Kopf, dass ich keinem davon Worte geben konnte. »Wasn los, Junge?«, fragte Quintus ungeduldig und lallend. Ich sagte, was man als Sklave immer sagt in solchen Fällen: »Ich werde tun, was mein Herr verlangt, Herr!« Meine komplexen Gefühle hätte Quintus in seinem Zustand ohnehin nicht verstanden, und auch wenn er nüchtern gewesen wäre, hätten sie ihn nicht gekümmert, denn sie wären ohnehin nur die eines Sklaven gewesen. »Na also, Junge!« Zu Vacas gewandt, lallte er: »Er steht dir zur Verfügung, Freund Vacas!« Vacas klatschte drei Mal in die Hände. Kurz darauf tauchten Wächter auf, die mich packten, in ein Verlies zerrten und auszogen. Ich wurde so angekettet, dass ich mich nicht bewegen konnte. So blieb ich eine sehr lange Zeit, deren Dauer ich nicht mehr beurteilen kann. Von Zeit zu Zeit kam eine Sklavin, gab mir zu trinken und eine Fellatio, ohne mich jedoch über den Höhepunkt zu lassen. Ich begann zu rasen vor unerfüllter Lust, denn ich wurde diesmal nicht durch Schwerarbeit ermüdet wie auf dem Landgut der Porcier. Endlich kamen Leute, die mich los machten, aber in eisernem Griff fest hielten. Es war Nacht. Sie schleppten mich in einen großen Raum. Vacas hatte seltsame Gerätschaften aufgebaut und Zeichnungen auf dem Boden gemacht. Inmitten der Male stand eine Stute, und direkt hinter ihr stand ein Schemel. Mir wurde schwarz vor Augen. ich sollte also eine Stute begatten, während Vacas Sabbai zauberte, um die Vereinigung fruchtbar zu machen. Götter!, dachte ich, Ist das ein Frevel an Euch? Bin ich dann der Frevler oder Vacas Sabbai? Nichtsdestotrotz stieg ich, meine Pflicht erfüllend, auf den Schemel, als mich Quintus dazu aufforderte. Dann befahl er mir, die Stute zu begatten. Es machte mir Mühe, meinen Penis steif zu bekommen. Gedanken an Panthera und Bardia halfen mir dabei. Ich führte meinen Penis in die Scheide der Stute. Ihre Scheide war unerwartet eng, feucht und angenehm, also tat ich weiter, nein!, konnte ich weiter tun. Derweil befeuchtete mich jemand an meinem Anus. Ich hörte ein Klappern. Mir schwante etwas, aber ich tat weiter, wie mir befohlen. Ich hatte in der Zwischenzeit meinen zweiten Orgasmus gehabt, aber ich musste auf Quintus Befehl weiter machen. Etwas berührte mich am Anus, und dann ging alles ganz plötzlich: Hufe legten sich auf meine Schulter, und ein riesiger Penis verschaffte sich gewaltsam Zugang zu meinem Darm. Ich schrie auf vor Schmerz und Überraschung. Der riesige Hengstphallus tat mir furchtbar weh, aber der Hengst stieß mein Becken und damit auch meinen Penis weiter in die Stute hinein. Er ĺieß nicht ab, bis er sich in mich ergossen hatte. Quintus befahl mir danach, die Stute weiter zu begatten. Ich folgte wohl, wenn auch mit wenig Begeisterung. Ich wurde wieder am Anus befeuchtet, und das Spiel wiederholte sich. Das ging längere Zeit so weiter, während Vacas sang, deklamierte und vermutlich seine Götter anrief. Ich wurde von insgesamt zwölf Hengsten genommen, während dessen ich eine rossige Stute begattete und, wenn es nach dem Willen des Zauberers Vacas Sabbai ging, befruchtete und dabei einen Zentauren zeugte. Das Ritual wurde auch in den anderen beiden Nächten, in denen der Mond im Schützen stand, durchgeführt. In meinen Quartier krümmte ich mich am vierten Tag zusammen und weinte. Nun erst konnte ich Vindus wirklich verstehen. Ich wusste, dass es nicht lange dauern würde, bis mein Körper wiederhergestellt war. Ich zweifelte jedoch an ebenso schneller Heilung meiner Seele. Ich betete zu Venus, Priapus, Juno und dem Schutzgott der Sklaven, wenn es einen gibt, dass die Stute von mir schwanger geworden sei. Nach drei Wochen stellte Vacas tatsächlich die Schwangerschaft der Stute fest. Er ließ ein kleines Fest ausrichten, bei dem ich Quintus bediente, und dann zogen wir nach Tyrus, um Vacas Dank an die Götter beizuwohnen. Wir schifften uns ein, um nach Rom zurück zu kehren. Um eine unglückliche Geschichte kurz zu machen: Wir wurden von Piraten überfallen und waren nicht in der Lage, uns zu wehren, denn Quintus war der einzige an Bord, der wirklich kämpfen konnte. So landeten wir, also die Mannschaft, Quintus und ich gar nicht viel später auf der schönen griechischen Insel Delos, um auf dem großen Sklavenmarkt verkauft zu werden.
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